Ein Ortsbesuch

Nach langer Zeit: HC Kassel hat wieder ein D-Mädchen-Team

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Ein Team, ein Outfit: Die neue D-Mädchen-Mannschaft des Hockeyclubs Kassel mit (von links) Lotta, Sophia, Vivien, Emily, Leni, Mia, Lara, Lotta, Kiki und Pauline.

Kassel. Der HC Kassel hat erstmals seit langer Zeit wieder ein D-Mädchen-Team. Wir waren bei einem Hockey-Training der neuen Mannschaft vor Ort. 

Sieben auf einen Streich. Was zunächst eher nach dem tapferen Schneiderlein klingt, hat aber mit dem Märchen gar nichts zu tun – sondern mit Hockey und dem HC Kassel. Denn der Klub freut sich nicht nur einen ganzen Schwung neuer Mitglieder. Diese Mitglieder sind auch noch alle ziemlich jung: Sieben Mädels, sieben und acht Jahre alt, haben schlagartig Lust auf Hockey bekommen, sodass der Klub nun erstmals seit langer Zeit wieder ein D-Mädchen-Team bilden kann. Wir waren beim Training vor Ort.

Das Team

Ist ziemlich laut und lebhaft. Wer zuschaut, merkt schnell: Der neue Hockey-Nachwuchs ist mit viel Begeisterung bei der Sache. Jola Heimbs, eine der beiden Trainerinnen, leitet die Einheit an diesem Nachmittag. Eine laute Stimme und eine Trillerpfeife helfen, damit die quirlige Truppe auch auf das hört, was sie vorgibt. 

Sprints zwischen zwei Hütchen, einen Hockeyball hochwerfen und gleichzeitig geradeaus laufen, den Ball mit dem Hockeyschläger von einem zum anderen Hütchen führen – gar nicht so einfach für die, die neu dabei sind. Ein Kinderspiel indes für Vivien, Emily und Leni, die schon als Minis mit Hockey begonnen haben. Später dann wird natürlich auch gespielt. „Richtiges Hockey“, wie Sophia begeistert erklärt.

„Beim Schnuppertag hat uns das allen voll Spaß gemacht. Jetzt sind wir alle Freundinnen“, sagt Lotta. Und Leni, der alte Hockey-Hase, muss auch unbedingt noch was loswerden: „Mit den Jungs im Winter in der Halle zu spielen, das war nicht so cool. Viel cooler ist, dass wir jetzt eine eigene Mannschaft haben.“ 

In der kurzen Trinkpause schnattern die Mädels wild durcheinander. Ein Pfiff aus der Trillerpfeife aber sorgt für schlagartige Ruhe. Trainerin Jola kündigt die nächste Aufgabe an. „Mädels, einmal aufpassen.“ Und weiter geht’s.

Das Team um das Team

Klar, dass es ohne Unterstützung engagierter Eltern und Trainer nicht geht. Kim Lambrecht (16) und Jola Heimbs (16) bilden dabei das Duo an der Seitenlinie. Beide haben im gleichen Alter mit Hockey angefangen, wie ihre heutigen Schützlinge. „Wir sehen uns selbst in ihnen“, sagt Kim. 

„Das ist eine echt schöne Aufgabe“, ergänzt Jola. „Plötzlich müssen wir selbst Trainingspläne machen. Das ist schon eine Umstellung.“ Von Woche zu Woche überlegen die beiden sich das Programm neu. „Die Mädels müssen erst mal ins Spiel reinkommen, die Koordination erlernen und, dass sie aufs Tor schießen müssen. Dazu gehört Mut“, erklärt Jola. Ihre Ansagen sind laut und verständlich. „Und ja, wir können auch mal streng sein“, berichtet Kim. Aber nur so kann ein Team entstehen.

Erstes Turnier im Mai

Optisch übrigens sind die D-Mädchen schon mal ganz vorn dabei. Als Willkommensgruß gab’s für alle einheitliche Stirnbänder. Robert Köster (Roberts Marken & Kommunikation) hat dem Team seiner Tochter Vivien dann sogar noch einen Satz neuer Trikots gesponsert: „Es ist ein toller Teamsport, der motorisch den ganzen Körper fordert“, erklärt er. „Und es ist auch ein schöner Mädchensport.“

Denn, das berichtet Denise Lambrecht, die unter anderem die Minis trainiert: „Wir haben ständig Probleme, Mädchen zu finden. Ball, Schläger, Toreschießen – das ist immer noch eher eine Sache für Jungs.“ Bis die Sieben auf einen Streich kamen. Übrigens: Ihr erstes Turnier spielen sie auch schon bald: Anfang Mai in Erfurt.

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