Teams der Regional- und Oberliga auf dem Sprung

Heimische Volleyballer hoffen auf Start am 12. September

Bald könnte wieder geschmettert werden: Die Volleyballer der Region wie hier Stefan Derksen vom SSC Vellmar fiebern  – rund ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Zwangspause – der Rückkehr in den Spielbetrieb entgegen.
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Bald könnte wieder geschmettert werden: Die Volleyballer der Region wie hier Stefan Derksen vom SSC Vellmar fiebern – rund ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Zwangspause – der Rückkehr in den Spielbetrieb entgegen.

Kassel – Am 12. September sollen die ersten Volleyballteams in die Saison starten. Wir haben uns dazu bei den drei höchstklassigen heimischen Klubs umgehört. Außer ihnen wollen auch die Landesligisten loslegen – bei den Männern am gleichen Tag die VSG Kassel-Wehlheiden und FSV Bergshausen, am 19. September die Frauen des TV Jahn Kassel und Bergshausen II.

SSC Vellmar

„Wir tun so, als ob, und arbeiten auf den Saisonstart hin. Im Bewusstsein, dass Änderungen kommen können, falls die Infektionszahlen steigen“, sagt Dierk Fooken. Allerdings wären die Vellmarer mit ihren Neuzugängen von der VSG Kassel-Wehlheiden nur zu froh, wenn sie, wie der Trainer weiter erklärt, zum geplanten Termin „in irgendeiner Form loslegen dürften“. Erschwert werden könnte dies auch dadurch, dass die Regionalliga sich über drei Landesverbände mit unterschiedlichen Corona-Regeln erstreckt. Gemeinsam mit der Stadt Vellmar erarbeitet der SC vorsorglich ein Hygienekonzept.

Bis zum 31. Juli trainierten die Vellmarer nur zu zehnt in Kleingruppen unter strengen Auflagen, seither stiegen sie richtig ein. „Aber eigentlich wursteln wir auch so ein bisschen vor uns hin, weil sich keiner von den Corona-Bedenken freimachen kann. Und weil Vorbereitungsturniere fast komplett abgesagt wurden“, sagt Fooken. Der SSC hofft, vor dem Start noch das ein oder andere Duell gegen ein Team auf Augenhöhe bestreiten zu können. „Dynamik und Harmonie im neu zusammengeführten Team sind schon gut, es herrscht gesundes Konkurrenzdenken“, so Fooken. Nicht mehr dabei ist Eric Wulsten. Den Leistungsträger zog es beruflich nach Norddeutschland.

Wie die Konkurrenz nutzte auch die TGW die Pause seit dem Saisonabbruch für Heimtraining nach Plan. „Die meisten haben toll mitgemacht, aber nicht alle so, wie der Trainer sich das gewünscht hätte“, sagt Horst Dristram. Ab dem 20. Juni kehrte die TGW in die Halle zurück. Wegen der Auflagen lag das Augenmerk auf der individuellen Weiterentwicklung und weniger auf dem Mannschaftstraining.

Sollten Spielerinnen wegen Corona Bedenken haben, sei es aus beruflichen Gründen oder weil sie Mütter sind, hätte Dristram dafür Verständnis. „Aber bisher ziehen alle 14 mit, auch wenn sie durch die Pandemie etwas irritiert und angespannter sind als sonst“, sagt Dristram. Auch für ihn sieht er Probleme: „Für uns Trainer ist es schwieriger. Man muss in Corona-Zeiten auf mehr Dinge reagieren und vieles im Blick behalten.“

Trotz allem hätte der Coach „kein Problem, wenn die Saison morgen losginge. Und auch nicht damit, dass die Anforderungen in der stark besetzten 13er-Liga wesentlich höher sind als in der vorigen Runde“.

FSV Bergshausen

Bei der FSV weht ein frischer Wind. Kelsey McNamara, bisher Spielerin, löste Thomas Willisch, dem der zeitliche Aufwand zu groß wurde, auf der Trainerposition ab. „Als ich von seinem Ausscheiden hörte, dachte ich, hoppla, die brauchen eine Trainerin. Und habe mich sofort gemeldet“, sagt die 33-jährige US-Amerikanerin.

In der Zeit nach dem Saisonabbruch versorgte sie ihr Team mit Sportplänen („Damit kenne ich mich gut aus. Früher in den USA gab es die ständig“). Als die FSV wieder in der Halle trainieren durfte, trat McNamara zunächst auf die Bremse. „Nach dem ganzen Heimtraining wäre die Verletzungsgefahr auf dem inzwischen ungewohnten Hallenboden zu groß gewesen“, sagt sie. „Es war eine interessante Zeit. Man musste kreative Lösungen finden.“ Immer mehr richtet die frühere Libera nun den Blick nach vorn: „Wir wollen weiter oben mitspielen als zuletzt. Platz eins bis drei können wir schaffen.“ (Wolfgang Bauscher)

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