Die Herkules-Baseballer und ihr Sport

Baseball: Kasseler verlieren gegen Bad Homburg

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Muss schnell im Spiel reagieren: Der Ballfänger, auch Catcher genannt, Paul Aiken (Mitte). 

Kassel. Die Aktiven des Herkules-Baseball-Clubs haben am Wochenende gegen Bad Homburg gespielt. Ein etwas anderer Spielbericht. 

Baseball ist eine ehrliche Sportart. Das behauptet zumindest Christian Dick: „Es gibt kein Zeitspiel. Der Sieger muss immer besser sein als der Gegner“, so der Pressesprecher des Kasseler Herkules-Baseball-Clubs.

Die Wahrheit kann manchmal schmerzen. Die Baseballer aus der documenta-Stadt gewannen erst eines ihrer 18 Saisonspiele. Das Team stieg im letzten Jahr aus der Verbandsliga in die zweite Bundesliga Südwest auf. Da die dazwischenliegende Regionalliga in der Aufstiegssaison abgeschafft wurde, war der Sprung umso höher.

Das Herkules-Team konnte bisher nur gegen Bad Homburg gewinnen. Am vergangenen Spieltag ging es wieder zweimal gegen die Hornets. Die Mannschaften tragen zwei Spiele häufiger an einem Spieltag aus. Ansonsten würden sich die langen Fahrten oft nicht lohnen. Denn in der zweiten Bundesliga spielen wenige Profis. Kein Kasseler Spieler verdient Geld. Baseball ist in Deutschland weiterhin eine Randsportart. Das lässt auch die Zuschauerzahl erkennen. Zirka 40 Zuschauer sind auf den Waldauer Wiesen gegen Bad Homburg dabei. Die Fans sehen lange ein spannendes Spiel.

Die Kasseler schlagen die Bälle häufig weit ins Feld, allerdings landet er oft direkt in den Handschuhen der Gegner. Wenn die Fänger den Ball aus der Luft schnappen, ist der Schlagspieler – der sogenannte Batter – raus. Auch wenn die Schlagmänner dreimal an einem vom Pitcher geworfenen Ball vorbeischwingen, sind sie raus. Die Würfe zählen nur, wenn der Ball in der Strike-Zone bleibt. Dieses imaginäre Feld wird durch die Höhe und Knie der Schlagmänner begrenzt und ist so breit wie die Home-Plate. Das ist die Endbase, die ein Spieler für einen Punkt erreichen muss. Nach drei ausgeschiedenen Battern wechselt das Schlagrecht.

Zentraler Spieler ist der Pitcher. Er bestimmt gemeinsam mit dem Ballfänger – auch Catcher genannt – die Taktik. Das Duo gibt das Spieltempo vor: „Der Pitcher muss den gegnerischen Batter aus dem Schlagrhythmus bringen“, sagt Dick. Dafür variiert der Pitcher seine Würfe. Manche Bälle sind schnell, manche haben viel Effet und brechen zur Seite oder nach unten weg. Der Schlagmann braucht eine trainierte Augen-Hand-Koordination, um die trickreichen Würfe zu erwischen. Die Fänger wiederum müssen ein starkes Reaktionsvermögen besitzen.

Auch die Psyche ist wichtig. Wenn ein Batter oder Pitcher alleine auf dem Feld steht, muss er seinen Kopf im Griff haben. Die Spieler müssen im entscheidenden Moment da sein.

Die Kasseler Konzentrationsfähigkeit ließ gegen die Hornets in der Spielmitte nach. Trotz einer Aufholjagd verlor das Heimteam das erste Spiel mit 16:10 und die zweite Partie mit 12:2.

Herkules-Baseball-Club-Kassel: Elster, Sobanski, Andreas, Aiken, Elster, Isbrücker, Delgado, Kotzot, Söther

Bad Homburg Hornets:Fabricius, Han, Triollo, Matlacht, Posey, Jennen, Kiss, Schmidt, Spitzegger

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