KSV Hessen: Mit Spaß aus der Winterpause

Kassel. Matthias Mink lässt die Löwen wieder los. Nach einer langen Wintervorbereitung starten die Fußballer des KSV Hessen Kassel heute beim TSV Steinbach (19 Uhr, Sportzentrum Haarwasen in Haiger) in die Restsaison der Fußball-Regionalliga Südwest.

Bei den abstiegsgefährdeten Gastgebern hofft der KSV auf einen positiven Auftakt. Der Tabellensechste möchte sich im oberen Tabellendrittel etablieren. Zusammen mit Trainer Mink haben wir auf die wichtigsten Punkte vor dem Spiel geschaut.

DIE VORBEREITUNG

Ist bei den Löwen wieder einmal richtig gut gelaufen. In acht Testspielen gab es sieben Siege. Besonders überzeugend waren die Erfolge in Schweinfurt und beim VfL Wolfsburg II. Mink warnt aber: „Im letzten Winter hat man uns auch Vorbereitungs-Weltmeister genannt – und dann sind wir mit zwei Niederlagen gestartet.“ Insgesamt sagt er aber auch zufrieden: „Vieles läuft gut beim KSV, das hat die Vorbereitung gezeigt.“ Er lobt seine Spieler, die sich als echtes Team präsentieren und stellt fest: „Jeder Tag auf dem Trainingsplatz macht Spaß.“

DER GEGNER

Der TSV Steinbach: Abstiegsgefährdet. Umgekrempelt mit Thomas Brdaric auf dem Trainerposten und im Kader mit 13 Neuen. Eine Wundertüte, aber 0:5 unterlegen im Hinspiel. Mink gibt auch hier den Mahner: „Die Erfahrung zeigt, dass abstiegsgefährdete Mannschaften oft stark aus der Winterpause kommen.“ Die Brisanz der Lage, neue Gesichter, schlechte Platzverhältnisse, die spielschwächeren Teams entgegen kommen – all das führt er als Gründe auf. Zweimal wurde der Gegner beobachtet. In den Tests spielte der KSV bevorzugt gegen Oberligisten, die dann eher defensiv eingestellt waren. Gerade gegen so agierende Teams taten sich die Löwen in der Hinrunde schwer. Gegen Steinbach ist das Ziel natürlich trotzdem eindeutig: „ Wir wollen drei Punkte.“

DIE SORGENKINDER

Eine Person und eine Position beschäftigen Mink derzeit besonders. Die Langzeitausfälle von Steffen Friedrich und Tim Welker machen die Innenverteidigung zur Problemzone. Auch wenn Henrik Giese wieder fit ist, sagt Mink: „Es darf hier nichts mehr passieren.“ Heute wird mit Frederic Brill (Mittelohrentzündung) eine mögliche Alternative wohl ebenfalls fehlen.

Das Sorgenkind im Angriff heißt Shqipon Bektashi. Der torgefährlichste Stürmer wird den Löwen auch nach seiner abgelaufenen Sperre in nächster Zeit wenig helfen können. Eine Verletzung in der Gesäßmuskulatur verhinderte nicht nur eine ordentliche Wintervorbereitung, sondern zwingt Bektashi nun zu einer Pause . Mink hat ihn zur Schonung zunächst aus dem Training genommen, will seinen Stürmer langsam wieder aufbauen.

Im Tor fehlt der zum letzten Mal gesperrte Kevin Rauhut. In seinen Vertreter Niklas Hartmann setzt der Trainer volles Vertrauen: „Er macht das richtig gut.“

DER NEUSTART

Im zweiten Anlauf soll es nun passen. Sylvano Comvalius galt im Sommer als Königstransfer. Verletzungen in der Vorbereitung und während der Saison verhinderten, dass der Stürmer aus Dresden richtig zum Zug kommen konnte. Nun hat der 29-Jährige die Vorbereitung voll absolviert. Mink sagt: „Vor allem bei der Kraft hat er zugelegt.“ In den letzten Tests gegen Wolfsburg, Lohfelden und Schweinfurt gehörte Comvalius zu den Torschützen. Nun soll es auch in der Liga klappen.

DIE ZIELSETZUNG

Fällt angesichts von elf Zählern Rückstand auf die ersten beiden Plätze natürlich zurückhaltend aus. „Wir wollen in Schlagdistanz zur Spitze bleiben“, sagt Mink, und: „Klar, es ist abgedroschen, aber wir denken nun wirklich von Spiel zu Spiel.“ Klare Ziele sind die Weiterentwicklung der Spielsysteme – und für viele Akteure des Kaders schlicht eine Zukunftsperspektive. Denn: Zahlreiche Verträge laufen aus. Grund genug also, sich mit guten Leistungen in den restlichen Spielen zu empfehlen.

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