HHV lässt aber Ausnahmen zu

Hessischer Handball-Verband verschiebt Saisonstart

Sie müssen noch warten: Die Oberliga-Handballer des TSV Vellmar (links Tim Räbiger) und der MT Melsungen II (rechts Christian Damm) treffen in der kommenden Saison voraussichtlich am 15. November erstmals aufeinander.
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Sie müssen noch warten: Die Oberliga-Handballer des TSV Vellmar (links Tim Räbiger) und der MT Melsungen II (rechts Christian Damm) treffen in der kommenden Saison voraussichtlich am 15. November erstmals aufeinander.

Jetzt doch: Der Hessische Handball-Verband (HHV) verschiebt den Saisonstart auf den 17./18. Oktober, lässt aber Ausnahmen zu. Wenn zwei Mannschaften, deren Begegnung zwischen dem ursprünglich geplanten Saisonstart am 12. September bis Mitte Oktober geplant war, gegeneinander spielen wollen, sei dies möglich, hieß es gestern in einer Pressemitteilung. Damit solle „den örtlich bedingten Unterschieden in den Bereichen Hallenöffnungen, Anforderungen des Hygienekonzepts und Infektionszahlen Rechnung“ getragen werden.

Kassel - Jetzt doch: Der Hessische Handball-Verband (HHV) verschiebt den Saisonstart auf den 17./18. Oktober, lässt aber Ausnahmen zu. Wenn zwei Mannschaften, deren Begegnung zwischen dem ursprünglich geplanten Saisonstart am 12. September bis Mitte Oktober geplant war, gegeneinander spielen wollen, sei dies möglich, hieß es gestern in einer Pressemitteilung. Damit solle „den örtlich bedingten Unterschieden in den Bereichen Hallenöffnungen, Anforderungen des Hygienekonzepts und Infektionszahlen Rechnung“ getragen werden.

Dieser Beschluss entspricht im Wesentlichen einem Vorschlag, den der Arbeitskreis Spieltechnik bereits am Sonntag öffentlich gemacht hatte, der dann aber seitens des HHV-Präsidiums zunächst in Frage gestellt worden war. Wir haben bei Vereinen in der Region nachgefragt, was sie von der Entscheidung halten.

Martin Denk, Trainer der Oberliga-Damen der SG 09 Kirchhof: Denk hat die HHV-Entscheidung „zwiespältig“ aufgenommen. „Natürlich steht die Gesundheit der Spielerinnen im Vordergrund, doch wenn Testspiele möglich sind, dann sollten auch Punktspiele kein Problem sein“, plädiert er für einen Saisonstart am 12./13. September. Der hat es für die Zweitliga-Reserve in sich, steht doch bereits am ersten Spieltag das Nachbarschaftsduell gegen SV Germania Fritzlar II auf dem Programm. Außerdem sieht der SG-Coach die Gefahr der Wettbewerbsverzerrung, „wenn jeder Verein selbst entscheiden kann, wann er beginnt“.

Gordon Hauer, Sportlicher Leiter der Oberliga-Herren des TSV Vellmar: „Es ist immer besser, wenn man auf etwas hintrainieren kann. Das ist jetzt nicht mehr gegeben. Es entsteht der Eindruck, dass es Unstimmigkeiten beim HHV gibt. Ich hätte eine klare Zielvorgabe erwartet“, sagt der 50-Jährige. Auch in der kommenden Saison kämpfe der TSV gegen den Abstieg. Da sei man bei den Heimspielen auf die Unterstützung der Zuschauer angewiesen, die wohl auch nicht in der gewohnten Menge kommen könnten. „Die ausgefallenen Spiele im Mai und Juni hinten dran zu hängen, wäre für mich in Ordnung. Wir würden dann wohl erst Mitte Oktober in den Spielbetrieb einsteigen“, sagt Hauer.

Sead Kurtagic, Trainer der Landesliga-Herren der TSG Dittershausen: „Das ergibt für uns eine lückenhafte Vorbereitungsphase, wenn vielleicht Mitte September ein Spiel zustande kommt und danach wochenlang nichts mehr. Außerdem haben wir Derbys, bei denen wir viele Zuschauer hätten und uns nun um das Hygienekonzept sorgen. Aus meiner Sicht ist das vom HHV nicht besonders gut organisiert. Jetzt ist die Unsicherheit da.“

Gunnar Kliesch, Trainer der Landesliga-Frauen des TSV Vellmar: „Wir werden wohl erst Mitte Oktober starten. Grundsätzlich begrüßen wir die Verlegung, aber das Hin und Her bleibt unverständlich. Andere Landesverbände hatten sich schon vorher auf den Oktober festgelegt.“ (Martin Scholz und Ralf Ohm)

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