„Das hier ist jetzt unser Leben“

Handball: Abraham Rochel Icardo fühlt sich mit seiner Familie in Vellmar wohl

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Familienfoto: Vellmars Rückraumspieler Abraham Rochel Icardo (rechts) fühlt sich mit Ehefrau Rosa Sevilla Ruiz und der dreijährigen Tochter Aitana in Vellmar wohl. 

Vellmar. Abraham Rochel Icardo kam im August 2016 aus der spanischen ersten Handballliga von BM Huesca zum Oberligisten TSV Vellmar. 

Inzwischen ist „Abi“ eine feste Größe im Spiel der Nordhessen, das gilt auch für das Heimspiel des TSV am Sonntag um 18 Uhr in der Großsporthalle gegen den Tabellendritte HSG Kleenheim.

Die Familie

Abraham Rochel Icardo wohnt in Vellmar, kurz nach ihm kam auch seine Familie, Rosa Sevilla Ruiz und Tochter Aitana (inzwischen drei Jahre alt) nach Deutschland. Die beruflichen Perspektiven für den Ex-Profi waren in Spanien schlecht, deswegen kam ihm das Angebot aus Deutschland gerade recht. Rochel arbeitet in Kassel bei HIL (Höhmann Industrieservice & Logistik) im technischen Bereich.

Die neue Heimat

Rosa Sevilla Ruiz und Abraham Rochel Icardo fühlen sich wohl in Vellmar und Nordhessen. Natürlich kommt auch mal „añoranza“, Heimweh, auf. Was nicht wundert, schließlich sind sie hier allein. „Aber“, sagt Abraham. „In Spanien haben wir in Alicante gewohnt und ich habe in Huesca gespielt, das liegt ja auch 600 Kilometer auseinander.“ Natürlich ist es dann doch etwas anderes in einem fremden Land zu wohnen. „Aber“, sagen Rosa und Abraham, „das hier ist jetzt unser Leben. Alle sind nett hier, wenn wir Hilfe brauchen, ist immer jemand da.“ Aitana geht in den Kindergarten, Rosa zur Schule, nimmt Deutschunterricht.

Der Sport

Dass die Situation des TSV Vellmar im Kampf um den Klassenerhalt nicht gut aussieht, weiß auch Abraham Rochel. Doch er sagt auch, dass die Saison erst Anfang Mai beendet sei. „Aufgeben gibt es nicht“, sagt Rochel. „Jeder wird kämpfen um diesen Klassenerhalt.“ Dass das schwer wird, ist klar. Gegen Kleenheim baut Rochel auf eine stabile Abwehr und ein kontrolliertes Angriffsspiel: „Jeder muss sich darüber im Klaren sein, dass Handball ein Mannschaftssport ist, wir müssen im Kollektiv arbeiten.“

Der Europameister

Natürlich hat Abraham Rochel Icardo die Spiele der EM in Kroatien verfolgt. Jetzt ist er stolz darauf, dass Spanien den Titel geholt hat. Und unterstreicht das mit den Worten; „Spanien! Deutschland geschlagen, Frankreich, Schweden, das ist doch schon etwas.“

Von Peter Fritschler

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