Zierenberger Bike-Marathon: Holländer Robbert De Nijs Sieger über die Langstrecke

Auf dem Hinterrad ins Ziel

Dem Polizeiwagen hinterher: Die Teilnehmer der Mittelstrecke kurz nach dem Start. Fotos: Hofmeister

Zierenberg. Sonne, Schweiß, Schlamm, Sieger. Der 18. Zierenberger Mountainbike-Marathon war schon wie die Jahre davor gut besetzt, bot über alle vier Distanzen (10, 28, 56, 84 Kilometer) große Startfelder und hatte auch sonst wieder einiges zu bieten.

Sieger über die Langstrecke wurde Robbert de Nijs. Der Holländer distanzierte die Konkurrenz bei sommerlichen Temperaturen. Bei Zielankunft am Zierenberger Markplatz riss er nach 3:18:33 Stunden sein Vorderrad nach on, jubelte und hatte bei seinem Debüt in der nordhessischen Kleinstadt einen klaren Vorsprung auf Vorjahresgewinner Peter Herrmann (Team Centurion Vaude) herausgefahren. Der Zweite wurde von den vielen Zuschauern gleichfalls angefeuert und mit viel Beifall empfangen. Sein Rückstand auf den Besten betrug über sechs Minuten. „Mit zunehmener Wettkampfdauer wurden die Beine immer schwerer. Die Doppelbelastung war wohl zu hoch“, sagte Herrmann, der einen Tag bei einem MTB-Rennen im Harz über 69 Kilometer erfolgreich in die Pedale getreten war. „Beim nächsten Wettkampf in Zierenberg habe ich bestimmt wieder die Nase vorn.“

Hunderte am Start

Über 150 der 570 Teilnehmer nahmen die 56 Kilometer in Angriff. Schnellster war Rick Steffen. Der Biker vom MSV Stehle, der vor drei Jahren in Zierenberg Platz eins über die Kurzstrecke erreichte, legte die Mitteldistanz in 2:20:10 Stunden zurück. Schnellste Fahrerin war Julia Arnold vom TSV Niederelsungen (3:13:46).

Zwei, die zunächst wegen Erkältung beziehungsweise Rückenschmerzen gar nicht an den Start gehen wollten, setzten sich im Wettbewerb der kurzen Runde durch.

Erst wenige Minuten vor dem Rennen entschlossen sich der 19-jährige Hannes Spahn vom TSV Werneck und der 33 Jahre ältere Thorsten Damm für eine Teilnahme. Der Jüngere siegte in 1:10:42 Std. Der Routinier vom Team Fahrradladen Gudensberg benötige 40 Sekunden mehr. Jasmin Corso vom DDMC Solling war die Schnellste im Frauenfeld (1:27:51.).

Wenig Arbeit für Ersthelfer

Erfreuliches wussten die Ersthelfer vom Deutschen Roten Kreuz zu berichten. Im Gegensatz zu den Vorjahren, wo es doch immer wieder verletzte Fahrer gab, beschränkte sich der Materialaufwand der Sanitäter in diesem Jahr auf einige Pflaster. Kurios war, dass der Sieger der Familienrunde disqualifiziert wurde. Ein Junge aus Zierenberg hatte am Vorabend der Veranstaltung einige Hinweisschilder entfernt.

• Alle Ergebnisse unter www.time-and-voice.com

Von Joachim Hofmeister

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