HNA-Serie "Unser Spiel": Felix furios, Dodo macht dicht

Espenau. So aufgeregt waren die E-Jugend-Handballer des SV Espenau/Immenhausen noch nie. In der Vorwoche hatten sie gegen Külte noch klar verloren. Jetzt wollen sie in eigener Halle die Revanche.

70 Zuschauer sitzen auf der Tribüne - Saisonrekord. Und dann guckt noch die HNA zu - im Rahmen der neuen Serie „Unser Spiel“. „Heute lassen wir uns die Butter nicht vom Brot nehmen“, sagt Trainer Marc Hartmann zu seinem Team. Er sollte recht behalten.

Nachdem die 16 Jungen und Mädchen des SV als Valentinsgrüße Rosen im Publikum verteilt haben, geht’s los: Schnell zeigen die Gastgeber, die Tabellensechster sind, wer in der Espenauer Sporthalle Herr im Haus ist. Nach zehn Minuten führen die Rothosen mit 7:0. Topscorer Felix Frank, der im Hinspiel noch gefehlt hatte, zerlegt die gegnerische Abwehr fast im Alleingang.

Der Tabellensiebte aus Külte kommt auf der anderen Seite nur selten zum Abschluss. Und wenn doch, prallen die Würfe an Torwart Dominik Dilcher wie an einer Wand ab. „Super Dodo“, ruft Trainer Marc Hartmann nach einer spektakulären Fußabwehr und klatscht euphorisch in die Hände.

Der 47-jährige Trainer ist ohnehin ein emotionaler Zeitgenosse. In bester Jürgen-Klopp-Manier tigert er an der Seitenlinie auf und ab und feiert jeden Treffer, als ginge es ums EM-Finale. Sein kongenialer Partner, Timo Mayr (30), ist eher der Analytiker. So weiß er jederzeit, wie viele Kinder bereits getroffen haben. Das ist deshalb so wichtig, weil im Jugend-Handball das Endergebnis mit der Anzahl der Torschützen multipliziert wird. „Wenn’s eng wird, tausche ich mich mit den Eltern auf der Tribüne aus“, sagt Mayr augenzwinkernd. Denn die haben einen Tore-Rechner auf dem Handy und wissen jederzeit, wie es tatsächlich steht.

Halbzeit. Die Gastgeber führen verdient mit 14:5. Das Publikum applaudiert, als die Jungen und Mädchen in die Kabinen laufen. „Jetzt wird‘s interessant“, sagt Torsten Frank, der Vater von Felix. „Nach dem Wechsel sind wir schon oft eingebrochen.“ Grund dafür sei der spezielle Spielmodus (siehe Hintergrund). „Wenn in der zweiten Hälfte übers ganze Feld gespielt wird, läuft’s meist chaotisch.“

Und tatsächlich: Nach dem Wiederanpfiff werden die Gäste stärker, verkürzen auf 8:14. Doch der SV wehrt sich. Vorn treffen neben Felix Frank jetzt auch Tom Hartmann, Tom Franke und Ramon Frese gleich mehrfach. Hinten hält Torwart „Dodo“ Dilcher den Kasten sauber. Sein Vorbild, Nationalkeeper Andreas Wolff, wäre stolz auf ihn. Drei Minuten vor Schluss führt der SV mit 13 Toren Vorsprung. Das Trainer-Gespann wechselt kräftig durch, um auch den Jüngsten Spielzeit zu gönnen.

Am Ende gewinnt Espenau/Immenhausen klar mit 25:11. Unter Berücksichtigung des Tor-Multiplikators heißt es sogar 150:55. „Vor so einem Publikum eine so souveräne Leistung zu zeigen, ist einfach klasse“, lobt Coach Hartmann seine Schützlinge.

Handball E-Junioren SV Espenau/Immenhausen - TV Külte

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