Kasseler Verein beschäftigt nun Sportlichen Leiter

Kinder- und Jugendarbeit fördern: Hockeyclub will starke Basis

Treiben Umbau voran (von links): Holger Brandt, Denise Lambrecht, Arndt Kleesiek, Sven Schröder und Dr. Till Eggers. Foto: Dauber

Kassel. Schwindendes Ehrenamt, dominierende Sportarten wie Fußball und Handball und wenig ausreichend qualifizierte Trainer. Viele der Randsportarten haben mit diesen und anderen Problemen zu kämpfen.

Der Hockeyclub Kassel möchte für die Zukuft eine starke Basis schaffen und treibt seit einem Jahr eine Vereinsreform voran. Wir sprachen mit Verantwortlichen des HCK. Hier sind die wichtigsten Neuerungen:

Neues Führungsteam

Seit April ist Dr. Till Eggers 1. Vorsitzender des HCK. In Zusammenarbeit mit Jugendleiter Marlon Kapusta wurde schnell klar: Die Abhängigkeit vom Ehrenamt und einzelnen Verantwortlichen kann für einen kleinen Sportverein wie den HCK (aktuell 356 Mitglieder) schnell problematisch werden. Um eine kontinuierliche und nachhaltige Entwicklung zu sichern, entschied der Verein mit A-Lizenz-Trainer Holger Brandt einen hauptamtlichen Sportlichen Leiter einzustellen. „Dadurch sollen die Wellen, die ein Verein durchlebt, abgeschwächt werden“, erläutert Eggers.

Von klein auf fördern

Geschick ist gefragt: Unser Symbolbild entstand bei einem Hockeyspiel zwischen England und Frankreich. Foto: dpa

Der Kinder- und Jugendbereich des Hockeyclubs soll in Zukunft gestärkt werden. Grundlage ist das Konzept der „Ballschule“ der Uni Heidelberg. Eine Grundausbildung für alle Ballsportarten soll Taktik, koordinative Fähigkeiten und den Teamgeist stärken. Fünf- bis Achtjährigen dadurch nicht nur den Hockeysport näher zu bringen ist, ein Ziel von Denise Lambrecht, Trainerin der „Minis“. „Ziele treffen und Freilaufen sind nur zwei der Gemeinsamkeiten vieler Ballsportarten“, führt die Kindertrainerin aus. Idealerweise wird in Kleingruppen geübt. Der Sportliche Leiter Holger Brandt schult die Übungsleiter, die mindestens über eine C-Lizenz verfügen sollen, auch intern. „Dem Sprung vom Breiten- in den Leistungsbereich fällt eine zentrale Rolle zu“, betont Brandt die Wichtigkeit einer soliden und nachhaltigen Jugendarbeit. Niemand bleibt Aussen vor

Bezahlte und gut ausgebildete Übungsleiter kosten natürlich Geld. Daher wurden die Mitgliedsbeiträge zuletzt um 30 bis 50 Prozent erhöht, wie Kassenwart Sven Schröder berichtet. Gleichzeitig wurde ein Sozialfonds beschlossen, um auch finanziell schlechter gestellten (Neu-)Mitgliedern die Erbringung der Beiträge zu ermöglichen.

Anträge dazu werden diskret von einer Vertrauensperson behandelt. „In gesellschaftlich schwierigen Zeiten sind Vereine wichtige Bindeglieder. Dieser Aufgabe wollen auch wir gerecht werden“, sagt Pressewart Arndt Kleesiek. Ein Kind nimmt das Angebot des Sozialsfonds bereits wahr.

Weitere Infos auch unter: www.hockey-club-kassel.de

Von Gregory Dauber

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