Torhüter Markus Keller

Nach Sieg gegen die Eislöwen: „Der eisige Gott war auf unserer Seite“

Kassel. Als der Sieg in einem hart umkämpften Spiel perfekt war, die Erleichterung groß, da gestand Trainer Rico Rossi: „Ja, erstmals habe ich in der Spielvorbereitung bei den Jungs Nervosität gespürt. Es war ja auch der erste kleine Tiefpunkt der Saison für uns.“

Torhüter Markus Keller bestätigt das: „Es ist normal in so einer Phase, dass Nervosität aufkommt. Aber wir konnten damit umgehen.“ Und wie sie konnten: Nach vier Niederlagen in Folge haben die Eishockeyspieler der Kassel Huskies den Abwärtstrend mit einem wichtigen 3:2-Sieg gegen die Eislöwen aus Dresden gestoppt. Nötig waren in einem Spiel, dem Gästetrainer Bill Stewart später bereits „Playoff-Charakter“ zusprach, eine kämpferische Einstellung, eine grandioser Torhüter und auch ein wenig Glück. Was Markus Keller in einem schönen Satz so zusammenfasste: „Der eisige Gott war heute auf unserer Seite.“

Der Torhüter führte an, dass eben dieses Glück zuletzt einige Male gefehlt habe, nun aber zurückgekehrt sei. Bei den entscheidenden Schüssen von der Blauen Linie im Mitteldrittel durch Mike Little und Sören Sturm war das ein wenig der Fall, ebenso bei zwei Metalltreffern der Gäste. Aber das war natürlich nicht alles. Es gab ja noch die überzeugende Einstellung der Gastgeber, die Stewart später so zusammenfasste: „Ein Tick mehr Kampfkraft bei den Kasseler war entscheidend.“ Und die Rossi zu dem Fazit führte: „Diese Mannschaft ist intakt. Ich glaube an die Jungs.“

Und es gab Markus Keller, der an dem Tag, an dem die Handballer zeitgleich Europameister wurden, ein klein wenig den „Wolff des Eishockeys“ gab. Was die unermüdlichen Dresdener im Schlussdrittel auch versuchten – Keller war fast immer die Endstation. „Im Tor ist das so: Du bist entweder der Held oder der Arsch.“ Diesmal war er Held und wurde entsprechend von den Fans gefeiert.

Auch für Rico Rossi war es nicht nur wegen der drei Punkte ein schöner Abend. „Ich habe heute gegen meinen Lehrer gewonnen“, freute er sich. Rossi und Stewart sind Freunde, haben einst in Mailand zusammengespielt.

Personell ist seit gestern klar, dass die Huskies trotz der Verletzung von Justin Kirsch nicht nachlegen werden. Der Markt wurde gesichtet, doch deutsche Stürmer sind rar. Rossi sagt: „Wir sind gut aufgestellt und hatten keinen Zwang.“

Huskies gegen Dresdner Eislöwen

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