Vier Spiele, kein Gegentreffer:

Die Torhüter Antonio Rega und Alexander Bartuli haben makellose Bilanz

Er hat gut lachen: Antonio Rega musste noch nicht hinter sich greifen und mischt mit Bosporus an der Spitze der Gruppenliga mit. Archivfoto: nh

Kassel. Eine Wette? Haben sie nicht abgeschlossen. Kann aber noch werden. „Ich rufe ihn gleich mal an“, sagt Antonio Rega. „Ich schreibe ihm mal auf Facebook“, sagt Alexander Bartuli. Und wozu das Ganze?

Wegen der Gemeinsamkeiten. Beide sind Fußball-Torhüter, und beide hielten in vier Partien der neuen Saison ihren Kasten sauber. Als Einzige in ihren Spielklassen, Rega mit dem FC Bosporus in der Gruppenliga, Gruppe 2, Bartuli mit dem SV Kaufungen in der Kreisoberliga.

Obwohl beide seit Langem zu den Besten ihres Fachs gezählt werden, war der momentane Erfolg nicht unbedingt zu erwarten. Ihre Laufbahn verlief nicht immer nach Wunsch. Beide spielten schon früh mehrmals in der damaligen Oberliga, Rega beim KSV Baunatal, Bartuli beim FSC Lohfelden. Danach mussten sie sich mit Einsätzen in unteren Klassen begnügen, Bartuli aus beruflichen Gründen sogar zwei Jahre aussetzen.

„Die vier vor mir nehmen mir die Arbeit ab.“

Nun sind beide wieder auf der Höhe, obwohl dies nicht einmal nötig erscheint. „Die vier, die vor mir rumlaufen, sind sehr stark und nehmen mir die Arbeit ab. Den Rest versuche ich wegzuhauen“, lobt der 32-jährige Bartuli seine Vorderleute um Robert Omazic und Rashid Haidari. Bisher wurde er ebenso selten gefordert wie der 29-jährige Rega. „Ich habe die geilste Abwehr vor mir. Die hat kaum gegnerische Chancen zugelassen“, betont dieser und nennt das Geheimnis der Bosporus-Defensive um Otto Hofmann und Alfonso Di Carlo: „Wir haben verabredet, dass jeder Spieler für ein Gegentor 50 Cent in die Kasse zahlt.“

„Man lässt sich nicht mehr verunsichern.“

Langgemacht: Die wenigen ernsthaften Prüfungen bestand auch Alexander Bartuli im Tor des SV Kaufungen ohne Fehl und Tadel. Archivfoto: Fischer

Was aber zeichnet beide Schlussleute aus? „Tonis Qualitäten sind ähnlich wie meine. Er ist auf der Linie stark und spielt gut mit“, sagt Bartuli über Rega. „Alex hat eine phänomenale Sprungkraft und beherrscht den Strafraum, obwohl er nicht der Größte ist“, lobt Rega Bartuli. Zudem greift bei beiden das Klischee vom Torhüter, der mit zunehmendem Alter immer besser wird. Oder, wie Rega schildert: „Man wird ruhiger und lässt sich nicht verunsichern. Auch wenn man auf holprigem Rasen mal den ersten flachen Ball nicht richtig festhält.“

Bartuli möchte dorthin, wo Rega bereits ist. In die Gruppenliga. „So ein paar Jährchen würde ich da gern noch spielen, nachdem ich mein früheres Leistungsniveau wieder erreicht habe“, sagt er. Aber möglicherweise ist Rega dann schon wieder weg, und zwar mit Bosporus in die Verbandsliga aufgestiegen. Vorher aber zählt: Wer gewinnt die Wette?

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