"Der Erfolg läuft einem oft nach"

Interview mit Fußballtrainer Karl-Heinz Wolf

Karl-Heinz Wolf in seinem Element: Anhand der großen Taktiktafel vermittelt er seiner Mannschaft, in diesem Fall der SG Lossetal im Jahr 2010, die eigenen Vorstellungen vom Fußball spielen. Archivfoto: eki

Kassel. „Zum Saisonende ist Schluss“, kündigte Karl-Heinz „Ede“ Wolf das Ende seiner Laufbahn als Fußballtrainer an. Bis es soweit ist, möchte er noch die A-Junioren des KSV Hessen vor dem Abstieg aus der Hessenliga bewahren.

Mit fachlich hervorragender Arbeit und seiner besonnenen, aber konsequenten Art erwarb er sich höchsten Respekt. Anlässlich seines Abschieds sprachen wir mit ihm.

Verraten Sie uns, warum Sie die Trainerlaufbahn beenden? 

Karl-Heinz Wolf: Es reicht. Der Entschluss ist lange gereift. Eigentlich sollte mit 50 Schluss sein. Aber Neugier und Freude waren zu groß. Und um der nächsten Frage vorzugreifen: Der Abschied fällt überhaupt nicht schwer.

Ihnen wird nichts fehlen? 

Wolf: Nein, ich schaue auch nicht zurück. Mein Blick geht in Richtung neuer Aufgaben, und Sportlicher Leiter des Nachwuchsbereiches beim KSV bleibe ich ja.

Womit füllen Sie die frei werdende Zeit? 

Wolf: Ich hatte immer viel zu wenig Zeit, selbst Sport zu treiben. Das fehlt mir.

Um welchen Sport geht es? 

Wolf: Ich werde oft mit dem Mountainbike im Habichtswald unterwegs sein.

Aus welcher Idee heraus wurden Sie eigentlich Trainer? 

Wolf: Es war für mich immer klar, dass ich diese Herausforderung suchen wollte. Schon als Aktiver habe ich mich damit beschäftigt und mich dann auch ausbilden lassen.

An welchem Vorbild haben Sie sich orientiert? 

Wolf: Wilfried Eckhardt, meinem Trainer bei Hermannia. Er hat mir auch theoretischen Belange vermittelt und mich durch seine Behutsamkeit beeindruckt. Wir Jungs fühlten uns bei ihm wohl und gut aufgehoben.

Sie waren als Trainer nicht der typische Titelsammler. Woran messen Sie Ihre Arbeit? 

Wolf: Ich habe immer versucht, diesen wunderbaren Sport optimal umzusetzen und die Ziele von Verein und Mannschaft zu verknüpfen. Gelingt dies, läuft einem der Erfolg oft nach.

Nun haben Sie Ihre Vereine nicht unbedingt nach der vermeintlich besten sportlichen Perspektive ausgesucht, oder? 

Wolf: Mag sein, aber mancher Nichtabstieg war wie eine Meisterschaft. Und es reizt nicht immer, eine Mannschaft von hoher individueller Qualität, die schon vor der Saison fast als Meister feststeht, zu führen. Da ist man eher Aufpasser oder Supervisor.

Das komplette Interview lesen Sie in der gedruckten Samstagausgabe der HNA.

Von Wolfgang Bauscher

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