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Ivan Martinovic und die guten Gene von Papa: Kroate steht MT Melsungen aber noch nicht wieder zur Verfügung

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Von: Björn Mahr

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Ob er am Sonntag wieder auf dem Feld stehen kann? Melsungens Ivan Martinovic hat noch Schmerzen im lädierten rechten Knöchel.
Melsungens Ivan Martinovic leidet noch unter Schmerzen im lädierten rechten Knöchel. © Andreas Fischer

Ein Einsatz von Ivan Martinovic für die MT Melsungen am Sonntag gegen den Bergischen HC ist wohl noch nicht möglich.

Kassel – Schon das bloße Hinsehen tat weh. Als Ivan Martinovic von der MT Melsungen im Spiel vor einer Woche beim SC DHfK Leipzig nach einem verworfenen Siebenmeter von Gegenspieler Matej Klima am rechten Fuß erwischt wurde, mussten die Gäste das Schlimmste befürchten. So wie sich der Kroate mit schmerzverzerrtem Gesicht anschließend am Boden krümmte, schien eine längere Ausfallzeit unausweichlich.

„In diesen Momenten sind mir einige Gedanken durch den Kopf gegangen: Dass ich die nächsten Spiele mit der MT verpasse. Und dass ich auch die Weltmeisterschaft abschreiben muss“, sagt Martinovic. Am Tag danach, nach eingehender medizinischer Untersuchung, konnte er allerdings aufatmen – keine schwere Fußverletzung.

Ob er den Melsungern am Sonntag ab 16.05 Uhr im Heimspiel gegen den Bergischen HC wieder zur Verfügung steht, ist eher unwahrscheinlich. Trainer Roberto Garcia Parrondo plant noch ohne ihn. „Ich habe immer noch Schmerzen im rechten Knöchel“, sagt der gebürtige Wiener selbst. In den vergangenen Tagen stand für den wurfgewaltigen Linkshänder nur ein individuelles Trainingsprogramm mit Athletikcoach Florian Sölter auf dem Plan.

Zwar weiß Martinovic noch nicht, wie schnell er wieder einsatzbereit sein wird, aber zumindest kann er über seine letzte Szene bei der 33:40-Niederlage in Leipzig wieder lachen. „Ich glaube, ich habe die guten Gene von meinem Vater, der hat auch nie etwas“, erklärt der 24-Jährige schmunzelnd.

Wenn er den Strafwurf verwandelt hätte, wäre es gar nicht zu der schmerzhaften Begegnung mit dem Leipziger Widersacher gekommen. Kollegen haben ihn nach der durchaus erfreulichen Diagnose deshalb schon ein bisschen aufgezogen. „Es haben mir in den letzten Tagen schon einige gesagt, dass ich die Siebenmeter doch mal besser werfen soll“, sagt Martinovic. Keine Frage, der Spaß ist zurück.

Denn seine Extraklasse von der Linie unterstrich der ehemalige Hannoveraner, der sich im rechten Rückraum mit MT-Kapitän Kai Häfner hervorragend ergänzt, in dieser Saison oft genug. 28 seiner insgesamt 53 Tore resultierten aus Siebenmetern. Er ist Melsungens zurzeit bester Schütze bei den Strafwürfen. Wenn er wie in Leipzig mal vergeben sollte, dann ist als Nächster der erfahrene Litauer Aidenas Malasinskas an der Reihe. Fällt der Kroate gegen die Bergischen Löwen wie erwartet aus, ist Malasinskas erste Wahl.

Dann muss Martinovic seinen Teamkameraden aus dem Zuschauerraum die Daumen drücken. „Den BHC darf man nicht unterschätzen“, warnt der Rückraummann. „Deshalb müssen wir voll auf diesen Gegner fokussiert sein.“ (Björn Mahr)

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