Drittliga-Volleyballerinnen verpassen ersten Sieg, trotzen Waldgirmes aber Punkt ab

TV Jahn war so dicht dran

Volle Konzentration: Sarah Ackermann war beim TV Jahn Kassel am Netz eine Macht und legte zudem alles in ihre Aufschläge. Foto: Schachtschneider

Kassel. Lange sah es nach einer dicken Überraschung aus. Am Ende aber verpassten die Drittliga-Volleyballerinnen des TV Jahn Kassel den ersehnten ersten Saisonsieg. Trotz 2:0-Führung musste sich die Mannschaft von Trainer Alexander Schön dem favorisierten TV Waldgirmes schließlich im Tiebreak geschlagen geben. Nach einem spektakulären Duell stand eine 2:3-Niederlage (25:21, 26:24, 21:25, 20:25, 11:15) zu Buche.

Auch im fünften Anlauf blieb dem TV Jahn ein Erfolg verwehrt. Dabei lieferten die Schön-Schützlinge eine vorbildliche Leistung ab und boten dem ungeschlagenen Zweiten mehr als nur Paroli – sie hatten ihn am Rand einer Niederlage.

„Die Formkurve zeigt nach oben”, stellte Trainer Schön fest, dessen Team in den ersten beiden Sätzen wie er sagte ein „Volleyball-Feuerwerk” abbrannte. Im Einzelnen hieß dies: Stabile Annahmen, klare Aktionen, platzierte Angriffsschläge und wirkungsvolle Blocks am Netz. Katharina Starks Schmetterbälle waren kaum zu verteidigen. Libera Laura Ribicky hechtete einem Ball nach dem anderen hinterher. Und Mittelblockerin Sarah Ackermann war am Netz eine Macht.

Es passte vieles - nur das Ergebnis nicht. „Wir haben deutlich weniger Fehler gemacht als zuletzt. Trotzdem überwiegt erst einmal die Enttäuschung, da wir nah dran waren”, so der Kasseler Trainer. Dass in diesem Duell der Vorletzte auf den Zweitplatzierten traf, wirkte sich zu keiner Zeit aus. Entgegen der Tabellenkonstellation schien es wie ein Spitzenspiel. Zum einen, weil der TV Jahn nichts zu verlieren hatte und auch genau so auftrat. Und zum anderen, weil die Gäste nach zwei verlorenen Sätzen endlich zeigten, warum sie oben stehen.

Es entwickelte sich ein Krimi. Die Mittelhessinnen waren nun auf der Höhe, spielten zielstrebiger und entschieden den dritten Satz für sich. Der vierte Satz war nichts für schwache Nerven. Für beide Mannschaften ein Auf und Ab der Gefühle – mit dem besseren Ende für Waldgirmes. 2:2 also. Tie-Break.

Das Momentum war nun aufseiten der Gäste. Jahn aber zog zunächst 4:0 davon – der erste Sieg schien greifbar. Waldgirmes bewahrte die Ruhe, kämpfte sich zurück und entschied den Satz für sich. Es reichte für Jahn also wieder nicht zum Erfolg, aber immerhin zu einem Punkt. Sollte das Team diese Form in den nächsten Partien bestätigen können, dürfte der erste Saisonsieg nur eine Frage der Zeit sein.

Von Raphael Wieloch

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