Drittligist siegt beim Debüt von Trainer Fooken 3:0

TV Jahn Kassel schafft gegen den MTV Stuttgart die Wende

Erfolgreiches Debüt: Trainer Dierk Fooken coachte beim Heimsieg gegen Stuttgart erstmals den TV Jahn Kassel. Foto: Schachtschneider

Kassel. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge haben sich die Volleyball-Damen des TV Jahn Kassel vor rund 80 Zuschauern in der Aueparkhalle gegen die dritte Mannschaft des MTV Stuttgart durchgesetzt.

Das erstmals von Dierk Fooken gecoachte Team setzte sich nach nervösem Beginn noch souverän mit 3:0 (25:17, 25:21, 25:16) durch.

Die Gastgeberinnen beginnen unkonzentriert, laufen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Erst nachdem Fooken beim Stand von 2:7 eine Auszeit genommen hat, kommt Kassel besser ins Rollen. Punkt für Punkt kämpft sich die Mannschaft zurück ins Spiel. Eine erfolgreiche Aufschlagserie von Maya Englisch-Fooken bringt nach knapp 15 Minuten die erste Führung: Es steht 12:11. Clara Fischer sorgt mit ihrem druckvoll ausgeübten Angriff zum 17:14 für den ersten Drei-Punkte-Vorsprung, den sich die Jahnerinnen nicht mehr nehmen lassen.

Auch im zweiten Satz erwischt die junge Mannschaft aus Stuttgart – alle Spielerinnen sind zwischen 15 und 18 Jahre alt – den besseren Start. Bis zum 19:19-Zwischenstand ist der Satz hart umkämpft. Mit einem erfolgreichen Schmetterschlag leitet Englisch-Fooken schließlich die Wende ein. Sarah Ackermann schlägt zum 21:19 auf, dann entscheiden die Gastgeberinnen den längsten Ballwechsel des Satzes für sich und Englisch-Fooken und Antje Wottke gelingt ein ganz starker Block zum 23:19. „Der Mittelblock der Kasselerinnen hat uns nicht nur in dieser Situation geärgert“, gibt Stuttgarts Trainer Sebastian Schmitz zu, der insgesamt nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft ist. „Aber sobald Druck von der Gegenseite kommt, fehlt uns einfach noch die Erfahrung und wir machen leichte Fehler“, sagt er. Den zweiten Satz gewinnen die Gastgeberinnen mit 25:21.

Im dritten Durchgang hat Jahn dann leichtes Spiel. Mit dem Rückenwind von Hallensprecher und Zuschauern ist dem Team die Spielfreude anzumerken: Mit neun Punkten Vorsprung gewinnt Kassel mit 25:16. Ein Sonderlob vom Trainer gibt’s für Kim Leimbach: Die Nummer drei ist nicht nur stark im Zuspiel, sondern beweist in gleich mehreren Situationen ihr gutes Auge für Lücken in der gegnerischen Abwehr. „Sie hat heute herausgestochen“, sagt Fooken, der sich – gerade angesichts der ungewissen Situation, was Klasse und Team in der kommenden Saison angeht – begeistert zeigt von der tollen Mannschaftsmoral. „Die Frauen haben den Kampf angenommen und schauen von Spiel zu Spiel. Schön, dass sie heute mit zunehmender Spieldauer ihre Qualität ausspielen konnten.“

Von Carina Wagener

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