Wie es in den Playdowns weitergeht, ist noch offen

Jugend-Basketball: Bundesligist ACT Kassel in der Warteschleife

ACT Kassel : Niners Chemnitz6 Abdalla Hussein Matan, Trainerin Marion KühnNBBL Basketball Bundesliga U16Foto: Andreas Fischer
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In der Pause: ACT-Trainerin Marion Kühn

Die U16-Basketballer der ACT Kassel stecken in den Bundesliga-Playdowns in der Warteschleife. Nach der 52:93 beim Bramfelder SV im ersten Spiel wurde die zweite Partie am vergangenen Wochenende in Kassel aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus abgesetzt. Zur Erinnerung: In der Abstiegsserie bleibt ursprünglich nur das Team in der Bundesliga, welches als erstes zweimal gewonnen hat. Wie es mit den Playdowns weitergeht, ist noch unklar.

Bisher steht nur fest, dass die Abstiegsrunde erst einmal ruht. „Wie lange oder wie es weitergeht, das kann zurzeit natürlich noch keiner wissen“, sagt ACT-Trainerin Marion Kühn. Während auf hessischer Ebene die Saison beendet wurde, steht noch eine Entscheidung des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) und der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) aus, wie mit Playoffs und Playdowns im Nachwuchs auf Bundesebene verfahren wird.

Für Kühn sind drei Szenarien denkbar: Erstens: Das zweite Playdownspiel – und eventuell das dritte – werden ausgetragen, wenn sich die Lage beruhigt hat. Zweitens: Es zählt nur die erste Partie, was den Abstieg der ACT bedeuten würde. Diese Variante hält Kühn aber für unwahrscheinlich. „Dann würde einem ja die Chance genommen, im zweiten und dritten Spiel die Serie noch zu drehen.“ Drittens: Die Playdowns werden abgebrochen, es gibt keinen Absteiger, die ACT und Bramfeld bleiben in der Bundesliga.

Wie auch immer entschieden wird, die Aussetzung der Abstiegsserie hält Kühn für richtig: „Alles andere hätte ich unverantwortlich gefunden“, sagt die Trainerin. Aber die Kasseler sehen die Absage auch mit einem weinenden Auge, denn trotz der deutlichen Niederlage im Hinspiel hatten sie an ihre Chance in der zweiten Partie geglaubt. „Auch weil die Leistungsschwankungen im Jugend-Basketball sehr groß sind“, erklärt Kühn.

Für die ACT ist es vorerst nicht möglich zu trainieren. Der Trainingsbetrieb wurde gestoppt, die Sporthallen in Kassel sind derzeit aufgrund der Infektionsgefahr des Coronavirus sowieso gesperrt. Trainingspläne hat Kühn ihren Spielern zunächst nicht mitgegeben. „Die Familien müssen sich jetzt erst selbst organisieren. Das hat nun Priorität“, sagt die Trainerin. Aber ihre Spieler hätten die Einstellung, sich auch unabhängig von einem Plan fit zu halten.

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