Torwart Guth wurde mit Hessenliga-Mannschaft des KSV Hessen Überraschungszweiter

Torwart Guth wurde mit Hessenliga-Mannschaft des KSV  Überraschungszweiter

Die Amateure des KSV Hessen vor der Saison 1967/68 mit (hinten von links) Heinz Brede, Hans-Dieter Gorres, Lothar Guth, Helmut „Charly“ Wimmer, Klaus „Franz“ Probandt, Manfred Großmann, Peter Weygandt, Werner Haßenpflug, (vorn) Holger Brück, Volker Beyer, Ernst Martin, Horst Kilian und Ede Kleinschmidt.

Kassel. Die Nostalgiker im Lager des KSV Hessen Kassel träumen immer wieder mal von den Hochzeiten der „Löwen“, von den Spielen vor vielen tausend Zuschauern im Auestadion.

Von Erfolgen, von möglichen Aufstiegen, und wenn über die tollen Zeiten geredet wird, dann kommt auch stets die Rede darauf, dass der KSV immer wieder über fantastische Torhüter verfügte.

Lexikonwissen:


Mehr zu diesem Thema unter "Historische Sportfotos" im Regiowiki

Dann erinnert man sich an Arpad Fazekas, Rolf Zimmer, Karl Loweg, Andreas Burose, Hans Wulf und Rolf Birkhölzer, oder an Lothar Guth. Der war damals als Jugendlicher vom SV Nordhausen zum KSV Hessen gekommen und schaffte mit 18 Jahren bereits den Sprung in die von Willi Kurrat trainierten KSV-Amateure, die 1967/68 als Neuling in der Hessenliga für Furore sorgten. Als Überraschungszweite hinter RW Frankfurt spielten die Löwen damals um die deutsche Amateurmeisterschaft.

Und Lothar Guth war eine der Stützen der Mannschaft. Die schaffte es in der ersten Runde der Amateurmeisterschaft, den Amateuren des 1. FC Köln am Rhein ein 4:4 abzutrotzen. Im Rückspiel unterlag man im Auestadion vor 5000 Zuschauern allerdings 0:2. Neben Guth standen damals unter anderem Haßenpflug, Brede. Probandt, Wimmer, Großmann, Beyer, Brück, Martin, Kleinschmidt, Weygandt, Hauck, Kilian, Rudisch, Gorres und Werner im Aufgebot.

Unter den Spielern, die nach ihren guten Leistungen in der Hessenliga dann einen Vertrag in der Regionalliga-Mannschaft erhielten, war auch Lothar Guth, den seine Freunde „Luffe“ nannten.

Ein Jeep-Unfall bei der Bundeswehr unterbrach die Karriere des Torwarts, der für den KSV Hessen 115 Spiele absolvierte. Guth spielte außer beim KSV noch beim FSC Lohfelden, der FSV Bergshausen, dem SV Nordshausen und stellte sich Anfang der 1980-er Jahre noch in Herborn ins Tor.

Lothar Guth, der beim SV Nordshausen auch ein hervorragender Tischtennisspieler war, starb im Dezember 1998 nach schwerer Krankheit im Alter von nur 49 Jahren.

Seine Witwe Barbara, die wie Lothar Guth im Nordshäuser Sport (ihr Vater Johannes Emde war einmal der erste Vorsitzende des SV) groß wurde, hat aus der Fußballzeit des Torwarts viele Bilder aufgehoben. Da sind Mannschaftsbilder der einzelnen Vereine und von den Amateuren sowie von der ersten Mannschaft des KSV Hessen oder Spielszenen.

In die fußballerischen Fußstapfen ihres Großvaters tritt übrigens Jette Schumacher. Die Zwölfjährige hat den KSV Baunatal als Stammverein und ist mit einem Zweitspielrecht für die D-Juniorinnen des KSV Hessen ausgestattet. Die Enkel Moritz (16) und Lena (13) sind Judoka beim KSV Baunatal, wo Barbara Guth auch Abteilungsleiterin ist. Mehr Bilder gibt es hier:

http://regiowiki.hna.de/Historische_Sportfotos#Fotos_aus_der_Fu.C3.9Fballkarriere_von_Lothar_Guth

Von Peter Fritschler

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.