In der Übersicht: OSC Vellmar, VfL Kassel, KSV Hessen, KSV Baunatal, JFV Söhre

Saisonstart für die Jugend: Teams der Region starten in die Saison

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Enges Duell: Packende Zweikämpfe zwischen Baunatal und dem KSV Hessen stehen den B-Jugendlichen in der neuen Saison bevor. Im Bild: der Baunataler Nick Samson (links) und der nach Hannover abgewanderte Frederik Trümner vom KSV Hessen in der vergangenen Saison. Foto:

Kassel. Die heimischen Jugendfußballer fiebern dem Saisonstart entgegen. An diesem Wochenende geht es von der Kreis- bis zur Hessenliga los mit der neuen Spielzeit. Wir geben einen Überblick über die Mannschaften der A- bis C-Junioren, die in den höherklassigen Ligen spielen.

Der KSV Hessen Kassel ist der einzige heimische Verein, der in allen drei Hessenligen eine Mannschaft an den Start schickt. Aber auch die Bilanz des KSV Baunatal mit zwei Hessenligisten und drei Verbandsligisten kann sich sehen lassen.

Dahinter platzieren sich der OSC Vellmar, VfL Kassel und der JFV Söhre. Auf die meisten Derbys dürfen sich die Zuschauer in der Verbandsliga der C-Junioren freuen, dort sind gleich vier heimische Teams am Start.

Hier spielen die Teams. Für eine größere Ansicht bitte oben rechts auf "Medienzoom" klicken.

KSV Hessen

Mit drei Mannschaften in der Hessen-, zwei in der Verbands- und einer in der Gruppenliga ist der KSV Hessen in der A- bis C-Jugend in Nordhessen am besten aufgestellt. In der A-Jugend- Hessenliga haben die neuen Trainer Christian Andrecht und Christoph Wiegand folgendes Ziel: „Wir wollen möglichst viele Spieler in die erste Mannschaft integrieren.“ Taktisch soll das Team flexibel reagieren. „Vorn müssen wir noch durchschlagskräftiger werden“, sagt Andrecht.

Bei den B-Junioren hat der KSV ein Team in der Hessen- und eins in der Verbandsliga. Der Hessenligist steht mit seinen Trainern Claus Schäfer und Aydin Gür vor dem Neuaufbau, da viele Spieler in die U 19 wechselten. „Die Mannschaft ist gut. Wir haben uns aber noch nicht zu 100 Prozent gefunden“, sagt Schäfer. Weiteres Ziel ist es, Spieler zu entwickeln, die auch einmal den Sprung in die Regionalliga schaffen. So standen beim Retterspiel gegen Wolfsburg fünf Akteure auf dem Platz, die aus der U 17 stammen. Jonas Labonte (St. Pauli) sowie Frederik Trümner und Janik Ziegler (beide Hannover 96) wechselten zu namhaften Klubs.

In der C-Jugend startet jeweils ein Team in der Hessen- und Gruppenliga. Die erste Mannschaft hat fünf neue Akteure, alle Stützpunktspieler. Ein Platz unter den ersten fünf ist das Saisonziel.

KSV Baunatal

Der KSV Baunatal schickt zwei Teams in der Hessen- und drei in der Verbandsliga an den Start. In der A-Jugend spielt das höchste Team erneut in der Verbandsliga. Dagegen sind in der B- und C-Jugend jeweils zwei Teams in den höchsten Klassen vertreten.

Beim U17-Hessenliga-Team ist Trainer Daniel Christl aus der U 15 mitgekommen. In der vorigen Saison kämpfte die B-Jugend gegen den Abstieg – letztlich erfolgreich. Vor der neuen Runde zeigt sich ihr Trainer vorsichtig optimistisch: „Wir peilen einen Mittelfeldplatz an. Die Liga ist zwar enorm stark, aber wir brauchen uns nicht zu verstecken.“ Wichtig ist Christl, dass man nach der Saison mit der Entwicklung jedes Spielers und der Mannschaft zufrieden ist. „Dann wäre es auch nicht so wichtig, ob wir ein, zwei Plätze höher oder tiefer abschneiden.“

Neuer Hessenliga-Trainer der C-Junioren ist Yusuf Barak, der nach der Station FC Bosporus zuletzt ein Jahr pausierte. „Ob wir am Ende Erster, Zweiter, Dritter, Vierter oder Fünfter werden, ist mir als Trainer relativ egal“, sagt Barak. „Mein Ziel ist es, die Jungs fußballerisch zu entwickeln. So viele von ihnen wie möglich sollen dann nach der Saison in die U 17 kommen.“ Damit das klappt, will der Trainer viele seiner Erfahrungen mitgeben.

OSC Vellmar

Der OSC Vellmar tritt in der nächsten Spielzeit mit zwei Teams (B- und C-Jugend) in der Verbandsliga an. Die A-Jugend spielt nach dem Abstieg dagegen nur noch in der Gruppenliga.

„Der Abstieg tat natürlich weh“, sagt OSC-Jugendleiter Dieter Ditzel. Bitter ist es, weil Vellmar im Herrenbereich in der Hessen- und Gruppenliga auch auf Spieler setzt, die aus der eigenen Jugend stammen. „Wir sehen die A-, B- und C-Jugend als Gewächshaus der Senioren“, sagt Ditzel. Obwohl einige A-Jugendliche den Verein verließen und zwei Spieler in die U23 aufstiegen, sei das Team gut besetzt. „Das Ziel ist es natürlich aufzusteigen.“ Damit wieder alle Teams von der C- bis zur A-Jugend Verbandsliga spielen. „Wenn wir durchgängig in der Verbandsliga vertreten sind, dann sind wir gut aufgestellt. Wir können die Spieler dort gut weiterentwickeln und müssen keine Akteure holen, nur um Hessenliga zu spielen“, sagt Ditzel.

Mit den Verbandsliga-Teams in der B- und C-Jugend will der OSC wieder im oberen Tabellendrittel mitspielen – wie in der Vorsaison, als er die Plätze zwei und drei belegte.

VfL Kassel

Dass der VfL Kassel mit zwei anstatt drei Mannschaften in der Verbandsliga vertreten ist, kam ein wenig unglücklich zustande. Während A- und C-Junioren den Klassenerhalt schafften, fehlte den B-Junioren dazu ein Punkt. Kürzlich zog Petersberg seine Mannschaft zurück. Hätten die Osthessen dies fristgerecht kurz nach Saisonende getan, wäre der VfL als Drittletzter dringeblieben. So versucht die B-Jugend nun in der Gruppenliga den Wiederaufstieg. Ziel der Kirchditmolder ist es schließlich, mit allen drei Teams der Verbandsliga anzugehören.

Immerhin gelang dem VfL Kassel in diesem Sommer, was er seit längerer Zeit anstrebte: die Talente aus der eigenen U 19 nicht wie so oft zuvor zu anderen Klubs ziehen lassen zu müssen, sondern sie bei den Senioren zu integrieren.

Warum dies endlich glückte, begründet Matthias Müller, Trainer der A-Junioren, so: „Das hängt mit der guten Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft zusammen. Die hat früher nicht immer geklappt.“

JFV Söhre

Lange überlegten sie nach dem Aufstieg, ob sie sich auf das Abenteuer Verbandsliga einlassen sollten. Zumal sie bei der Teilnahme vor zwei Jahren laut Trainer Patrick Körber „sang- und klanglos untergingen“. Doch der JFV Söhre, getragen von den Vereinen FSC Lohfelden, TSG Wattenbach, TSG Wellerode und TSV Eiterhagen, nimmt die Herausforderung an und spielt mit der C-Jugend in der Verbandsliga.

„Ziel ist der Klassenerhalt. Ich denke, wir werden für die eine oder andere Überraschung gut sein“, sagt Körber. Allerdings stelle sich das Problem, neun Neue zu integrieren. Sie kamen nicht nur aus den Kernvereinen, sondern auch aus Waldau, Kaufungen und Vollmarshausen.

Der JFV, dessen U 19 zudem in der Gruppenliga spielt, steht vor einem schweren Auftaktprogramm. Am ersten Spieltag gastiert er bei der U 14 des KSV Baunatal. Eine Woche darauf steht gegen den VfL Kassel das nächste Derby an. Und es ist ein besonderes, denn der VfL wird trainiert von Mario Schneider, bis Ende der vorigen Saison noch Coach beim JFV.

Andere Vereine

Und wie sieht es bei den anderen Vereinen in der A- bis C-Jugend aus? Der TSV Wolfsanger und die JSG Calden/Grebenstein/Hombressen/Udenhausen haben in allen drei Altersklassen Gruppenligisten.

Eintracht Baunatal (B- und C-Jugend) schickt zwei Teams in den entsprechenden Gruppenligen an den Start. Auf diesem Niveau haben die JSG Nieste/Staufenberg (A-Jugend), die JSG Schauenburg (A-Jugend) und die SG Körle/Guxhagen/Fuldabrück jeweils ein Team.

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