Unvergessen: 13 von 16 Strafstößen in Meistersaison gehalten

Mit Kassel süddeutscher Meister: Karl Loweg feiert den 80. Geburtstag

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Acht Jahre lang der Rückhalt des KSV Hessen: Torhüter Karl Loweg.

Kassel. Ein Großer des Kasseler Fußballgeschehens feiert Geburtstag: Torhüter Karl „Kaaarle“ Loweg – mit dem KSV Hessen 1964 süddeutscher Meister vor Bayern München – wird 80 Jahre alt.

• Die Vor-Kasseler Zeit:  Seine Fußball-Karriere startete der gebürtige Kölner bei der SG Gelsenkirchen-Buer, ehe ihn Schalke 04 nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft (3:0 gegen den HSV 1958) unter Vertrag nahm.

Mit den Königsblauen feierte Loweg seinen größten internationalen Erfolg, als er im Europapokal beim 2:2 in Wolverhampton die Wolves zur Verzweiflung brachte. Dank ihres Torwarts siegten die Schalker im Rückspiel 2:1 und zogen ins Viertelfinale ein, in dem Atletico Madrid (0:3 und 1:1) Endstation war. „Für das 2:2 in Wolverhampton gab es eine Prämie von 250 Mark und für den Sieg im Rückspiel 360 Mark“, erinnert sich Loweg.

• Die Kasseler Zeit:  Von 1959 bis 1967 stand Loweg im Tor des KSV Hessen. „Für mich waren diese Jahre die schönsten meines Lebens. In Kassel habe ich meine Frau Helga kennengelernt, in Kassel sind unsere Söhne Ralf und Frank geboren worden.“ Bei den Löwen avancierte der reaktionsschnelle Keeper zum Publikumsliebling, war er es doch, der 1964 großen Anteil am Gewinn des süddeutschen Titels vor dem FC Bayern hatte, aber mit dem KSV ebenso in der Bundesliga-Aufstiegsrunde scheiterte wie die Münchner.

Unvergessen bleiben in der Meistersaison seine 13 von insgesamt 16 gehaltenen Strafstöße. Drei davon parierte der Elfmetertöter allein beim 3:2-Sieg in Freiburg. Als der KSV 1967 in der ersten DFB-Pokalhauptrunde dem Bundesligisten Werder Bremen zunächst ein 2:2 abtrotzte und das Rückspiel 1:2 verlor, griffen die Werder-Verantwortlichen prompt zu und lotsten im Dreierpack die KSV-Leistungsträger Loweg, Kuddel Schaub und Bernd Schmidt an die Weser.

• Die Nach-Kasseler Zeit: Es folgten weitere Stationen beim FSV Frankfurt und bei der Spvgg. Bad Homburg, der Loweg im Finale um die deutsche Amateurmeisterschaft in Offenbach vor 15 000 Zuschauern den 1:0-Sieg gegen den Favoriten 1. FC Kaiserslautern sicherte.

Sportlich ist Loweg geblieben: Bis zu seinem 78. Lebensjahr schwang er in der Ü-65-Mannschaft das Racket seines Heimatklubs Ober-Erlenbach, außerdem hält er sich mit Wandern („dreimal wöchentlich etwa sechs Kilometer“) fit. Heute feiert er im Kreis seiner Familie mit Helga, mit der er seit 58 Jahren verheiratet ist, und den Söhnen Ralf (57) und Frank (54) in einem italienischen Restaurant.

Von Günter Grabs

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