Mit der Mannschaft Ebersberg erfolgreich

Kasseler Bogenschütze Maximilian Weckmüller verteidigt DM-Titel

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Volle Konzentration: Der Kasseler Bogenschütze Maximilian Weckmüller zeigte beim Bundesliga-Finale in Wiesbaden eine starke Leistung. 

Maximilian Weckmüller ist in bestechender Form. Der Kasseler Bogenschütze gewann mit seiner Mannschaft BSG Ebersberg die Deutsche Meisterschaft in der Halle. Damit verteidigte der 25-Jährige, der auch für den BSC Vellmar schießt, mit seinem Verein aus der Nähe von München den Titel.

„Wir haben uns riesig gefreut. Es hat extrem viel Spaß gemacht“, sagt Weckmüller, der zusammen mit Michelle Kroppen und Cedric Rieger die Goldmedaille gewann. Dabei hielt das Trio dem Druck, als Favorit in das DM-Finale zu gehen, stand. Denn alle drei gehören zu den besten deutschen Bogenschützen und haben das Ziel, im Sommer an den Olympischen Spielen in Tokio teilzunehmen.

Erst einmal stand aber die Bundesliga-Runde an. Diese ist zweigeteilt. In der Staffel Süd belegte Ebersberg den zweiten Platz – und das, obwohl Weckmüller, Rieger und Kroppen aufgrund anderer Turniere am ersten Wettkampftag nicht teilnahmen. So belegte die BSG zunächst nur den siebten Platz von acht Teams. Zu den folgenden drei Wettkampftagen trat Ebersberg aber in Bestbesetzung an – und schoss sich so noch auf Platz zwei vor.

In Wiesbaden fand schließlich das Finale statt, jeweils die besten vier Teams der beiden Staffeln hatten sich hierfür qualifiziert. „Ich habe etwas gebraucht, um in den Wettkampf zu kommen“, sagt Weckmüller. Auch, weil er in der Vorbereitung auf die Außen-Saison derzeit auf 70 Meter entfernte Scheiben schießt – in der Halle sind diese nur 18 Meter weit weg. Ab dem zweiten Match lief es auch für den Kasseler besser. So gewannen die Ebersberger ihre drei Partien in der Vorrunde mit 6:0, 6:0 und 7:3 sehr deutlich. Im Halbfinale setzten sie sich 7:1 gegen Berlin durch. Das Finale gegen Villingen-Schwenningen war mit 7:3 ebenfalls eine klare Angelegenheit.

Vor allem in der K.o.-Runde bewies Weckmüller Nervenstärke. Im Halbfinale traf er bei acht Schuss siebenmal in das beste, höchste Ergebnis Zehn und einmal in die Neun, im Finale von zehn Schuss neunmal in die Zehn und einmal in die Neun. „In der Halle ist alles, was nicht in die Zehn geht, nicht gut“, unterstreicht Weckmüller seine hohen Ansprüche.

Aber wie kommt es, dass er als Nordhesse für einen Verein in der Nähe von München schießt? „Der Kontakt kam damals über einen Schützen aus dem Bundeskader zustande“, sagt Weckmüller. Als Jugendlicher schoss er erst für Siegburg in der 1. und 2. Bundesliga, seit 2014 für Ebersberg. „Bundesliga in der Halle zu schießen, ist das perfekte Finaltraining. Es ist Druck da, aber er ist nicht so groß, wie wenn um einen Quotenplatz für Olympia geschossen wird.“

Auch außerhalb der Halle läuft es gut für Weckmüller. In Chula Vista in den USA belegte er bei seinem ersten Wettkampf in der Außensaison auf 70 Meter den fünften Platz – immerhin nahmen 16 Nationen an dem Wettkampf teil. In der Mannschaft und im Mixed belegte er jeweils mit seinen Teamkollegen den dritten Platz.

Von Montag bis Donnerstag tritt Weckmüller nun bei der ersten von drei Qualifikationen des deutschen Verbandes in Kienbaum an. In der Quali entscheidet sich, wer bei den Weltcups und der EM startet. Bei diesen Wettbewerben geht es dann um die Olympia-Tickets. Weckmüllers großes Ziel.

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