Kasseler Fußballer sorgen in verschiedenen Ligen für Aufsehen

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Durchgesetzt: Rene Ochs (links) vom KSV Hessen II war auch in dieser Szene nicht zu bremsen. Hier versucht sich der Schauenburger Nils Heinemann vergeblich.

Kassel. Die Dramaturgie stimmte. Es war ein Fußball-Wochenende mit unerwarteten Resultaten und überraschenden Wendungen.

Wie beim 3:2-Erfolg von Hessenligist FSC Lohfelden gegen Wiesbaden nach 1:2-Rückstand oder beim 3:2 des KSV Hessen II in der Verbandsliga gegen Schauenburg, wobei die Löwen sogar einen 0:2-Rückstand drehten. Es gab aber auch Torschützen, die besonders auf sich aufmerksam machten. Wir stellen sie vor.

• Niclas Thöne (24): Der Spieler vom Gruppenligisten OSC Vellmar II erwischte beim 5:1-Sieg über Wattenbach einen Blitzstart. Drei Mal war der 24-Jährige in den ersten fünf Minuten nach seiner Einwechslung zur Stelle und führt nun die Torjägerliste mit 14 Treffern an. „Zu fünf Toren wie bei Robert Lewandowski hat es leider nicht ganz gereicht“, sagte Thöne, „wichtiger ist aber der Sieg.“ Nun hofft er auf weitere Einsätze: „Leider kann ich beruflich bedingt manchmal nicht trainieren oder spielen. Ich freue mich aber über jeden Einsatz.“

• Dominic Rehbein (18): Er galt bisher nicht als Torjäger. Bei den A-Junioren des TSV Wolfsanger spielt Dominic Rehbein Innenverteidiger oder als Sechser, im ersten Einsatz in der Gruppenliga-Elf verteidigte er links. Am Sonntag beim 5:3-Sieg des TSV Wolfsanger beim SV Türkgücü kam der 18-Jährige zum zweiten Einsatz – auf der rechten Außenbahn. „Der Trainer hat gesagt, ich soll offensiv Dampf machen“, erklärte Rehbein. Oliver Franks Vorgabe setzte er um und traf zum 3:3-Ausgleich und 5:3-Endstand.

• René Ochs (32): Der Ex-Regionalliga-Akteur krönt e mit seinem Tor zum 3:2-Endstand die Aufholjagd der Junglöwen gegen Schauenburg. Eine Hereingabe von Nael Najjer beförderte der 32-Jährige aus 15 Metern unhaltbar unter die Latte. Was ihm ein solches Erlebnis im gesetzteren Fußballer-Alter bedeutet? „Wichtig ist nur, dass wir gewonnen haben. Das war aber immer schon so und hat mit dem Alter nichts zu tun“, sagt er. Auch dass er wegen seiner Erfahrung am richtigen Platz aufgetaucht sein könnte, weist Ochs von sich: „Das war positionsbedingt. Jeder andere wäre auch da gewesen.“

• Roy Keßebohm (26): Er feierte seinen 3:2-Siegtreffer gegen Wiesbaden bereits ausgiebig auf dem Platz. Nach dem Sturmlauf mit unhaltbarem Torschuss rannte der Linksverteidiger vom FSC Lohfelden die Außenlinie im Jubel noch einmal in entgegengesetzter Richtung entlang. Diesmal nicht allein, denn sämtliche Mitspieler und auch jene von der Bank auf der gegenüberliegenden Seite eilten in der Euphorie des Sieges zum Gratulieren herbei. Und so oft kommt es nicht vor, dass Keßebohm einen Torerfolg feiern kann. In 167 Hessenligaspielen für den OSC Vellmar und den FSC brachte er es auf acht Treffer. Den vom Samstag – einen besonders schönen, den er unbedingt wollte – wird er kaum vergessen.

 

• Alpay Seferinoglu (21): Bei seiner ersten Gruppenliga-Partie über 90 Minuten erlebte Seferinoglu ein Wechselbad der Gefühle. Dem Mittelfeldspieler des SV Türkgücü glückte erst die 1:0-Führung, ehe er drei Minuten später maßgeblich beim Ausgleich der Gäste mitwirkte. „Beim Klärungsversuch habe ich den Ball direkt genommen. Leider wurde ein Gegenspieler getroffen, wodurch der Ball ins eigene Tor ging.“ Vor der Halbzeit holte er einen Elfmeter heraus, den sein Mitspieler Mehmet Gül verwandelte. Dennoch verlor Seferinoglus Mannschaft 3:5 gegen Wolfsanger.

Von Kerim Eskalen und Wolfgang Bauscher

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