Verbandsliga-Fußballer bestehen zuhause gegen Eschwege nur eine Stunde lang

Kaufungen hält nicht durch

Abgezogen: Wie alle weiteren Versuche der Kaufunger brachte auch dieser Schuss von Marius Ehlert (in Rot), den Eschweges Alexander Bazzone nicht blocken kann, keinen Ertrag. Foto: Schachtschneider

Kaufungen. Dass der SV Kaufungen sein Heimspiel der Fußball-Verbandsliga gegen die SV 07 Eschwege mit 0:4 (0:0) verlieren würde, war eine Stunde lang überhaupt nicht absehbar. Beide Kontrahenten lieferten sich ein enges Duell. Entscheidende Vorteile konnte sich keiner von ihnen erkämpfen. Ehe es dann plötzlich alles ganz schnell ging, die Platzherren auf die Verliererstraße gerieten und die Gastgeber jede Schwäche ausnutzten.

„Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Am Ende haben wir auch in dieser Höhe verdient verloren“, befand Kaufungens Trainer Jörg Müller. „Gegen eine Mannschaft mit so viel Qualität wie Eschwege muss alles passen. Aber wir haben drei vermeidbare Gegentore kassiert“, fuhr er fort. Beim 0:1 nach einer Ecke ließ der für Oscar Sanchez Gorris zuständige Kaufunger den Eschweger ungehindert köpfen (61.). Beim 0:2 ließen die Gastgeber den überragenden Alexander Bazzone entwischen, dann foulte Rene Pritsch den Gäste-Kapitän, und Eser Kazak verwandelte den Strafstoß (64.). Beim dritten Tor schlug SVK-Abwehrmann Bastian Schäfer über den Ball und Jan Kaufmann (83.) war ebenso zur Stelle wie kurz darauf beim 4:0 (86.).

Die kleine Demütigung der Kaufunger war damit perfekt. Angedeutet hatte sie sich zunächst nicht. Beide Mannschaften besaßen in der schnellen, intensiven Auseinandersetzung schon vor dem Wechsel mehrmals die Gelegenheit zur Führung. Die größte bot sich Kaufungens Torjäger Tobias Boll. Im Mittelkreis zündete er den Turbo, war nicht zu halten, verzog aber beim Abschluss (45.).

Wegen der derzeit dünnen Personaldecke besaß Jörg Müller keine Möglichkeit, von der Bank neue Impulse zu setzen. Eine Reihe von Spielern, die nicht ihren besten Tag hatten, blieben so bis zum Schluss auf dem Feld. Außerdem hatten die Platzherren das Pech, in der Abwehr umstellen zu müssen. Verteidiger Kevin Hermansa war bei einem Zusammenprall am Kopf getroffen worden und litt unter leichtem Schwindel. Für ihn kam der gelernte Innenverteidiger Pritsch und übernahm die rechte Außenbahn.

Jörg Müller blieb bei allem Ärger über die überflüssige Schlappe gelassen. „Wir stehen mit 23 Punkten gut da.“ Und ließ doch noch durchblicken, wie sehr die Entstehung des 0:4 wurmte: „Wenn ich schon verliere, dann will ich ausgespielt werden. Aber das hatte Eschwege heute nicht einmal nötig.“

Von Wolfgang Bauscher

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