Was war denn da los? Windstärke-Ersatzmann Walter Ullrich zeigt bei 3:0 Nervenstärke

Kegel-Oldie hat nichts verlernt

Zwei wichtige Kräfte beim Erfolg der Windstärke: Uwe Schlitzberger (links) und Walter Ullrich. Foto: fb/nh

Kassel. Dass die Sportkegler der Windstärke 10 Kassel im Heimkampf der 2. Bundesliga gegen die KF Nordhorn-Listrup 3:0 gewannen, ist erst einmal keine Überraschung. Dass sie nur hauchdünn einen Punktverlust abwenden konnten, ist in einer Klasse, in der viele Teams leistungsmäßig eng beieinander liegen, auch nicht sonderlich bemerkenswert. Besonders interessant wird’s allerdings, wenn man sich anschaut, wer in der Schlussphase groß aufdrehte: Kassels 67 Jahre alter Edeljoker Walter Ullrich.

Der Routinier sprang gegen Nordhorn ein, weil der in einem Formtief steckende Ingo Mandelik aus freien Stücken auf einen Einsatz verzichtet hatte. Und Ullrich braucht nicht zweimal gefragt zu werden, ob er aushilft. „Ich bin ein Kegel-Fanatiker“, sagt der Mann, der früher ein fester Bestandteil im Erstliga-Kader war und jetzt immer noch für die Reserve aufläuft. Sein Ehrgeiz ist nach wie vor ungebrochen: „Es macht mir auch als Kegel-Oldie noch immer Spaß, die Jüngeren zu ärgern.“

Genau das gelang ihm am Samstagnachmittag, als er mit den letzten sechs Würfen sechs Volltreffer landen musste, um den 3:0-Sieg zu sichern. Sechsmal in Folge räumte er alle Kegel ab, erzielte 814 Holz und übertraf damit Gäste-Akteur Stephan Rolfes (810). „Ich freue mich sehr darüber. Es gehörte natürlich etwas Glück dazu, aber ich bin andererseits ja auch schon einige Jahre dabei“, erklärte Ullrich.

Ohnehin war es bis zur letzten Kugel spannend, weil es der Kontrahent aus Grafschaft Bentheim auch in der eigenen Hand hatte. Doch Nordhorns Pascal Möhlenkamp (859) verpasste das Tagesbestergebnis von Windstärke-Kapitän Uwe Schlitzberger (866) knapp. Neben Schlitzberger und Ullrich trugen Manfred Pagel (846), Andreas Niemczyk (836), Dirk Westmeier (831) und Frank Weitzel (798) zum Gelingen des Auftritts der Nordhessen bei. „Wir haben das als Mannschaft nicht schlecht gemacht“, bemerkte Schlitzberger - und dachte vor allem an einen Kollegen: Walter Ullrich.

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