Gerald Schaumburg über die Rolle von Eltern

Kommentar zu fehlenden Schiedsrichtern im Handball: Siege sind nicht alles

Nein, es ist kein Problem allein des Handballs. In vielen Sportarten ist zu spüren, was unsere Gesellschaft zunehmend verändert. Der Verlust an Respekt, an Toleranz, an Verständnis - ein Kommentar von Gerald Schaumburg.

Und doch wurde beim HHV-Verbandstag ein Thema offenbar, das eine neue Dimension eröffnet: Dass nun sogar Eltern ihre Vorbildfunktion preisgeben und mit schlechtem Auftreten vorangehen.

Zum Thema

Handball: Schiedsrichterzahl sinkt, weil Druck steigt - Probleme auch mit Eltern

Handball-Schiedsrichter klagen über Trainer, Betreuer und Eltern

Wohlgemerkt: Dass Eltern für die Rechte ihrer Sprösslinge eintreten, das ist elementar und einzufordern. Dass sie Jungen und Mädchen den Rücken stärken, ihr Selbstbewusstsein fordern und fördern, sie motivieren und positiv begleiten.

Aber: Zur Entwicklung junger Persönlichkeiten gehört auch ganz viel Respekt hinzu. Gegenüber Mitspielern und Kontrahenten, gegenüber Funktionären und nicht zuletzt gegenüber Schiedsrichtern. Die müssen inzwischen mit ungeheurem Tempo im Handball mithalten. Sie machen genau wie die Spieler auch Fehler, und genau dieses Recht dazu muss ihnen jeder zugestehen.

Aus Niederlagen zu lernen, die Gründe in den eigenen Reihen zu suchen, die Stärke des Gegners anzuerkennen und jeden Schiri zu respektieren – das kann genauso stolz machen wie Siege.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.