Sandershausen und Rengershausen ausgeschieden

Kreispokal: OSC Vellmar und KSV Baunatal ziehen ins Finale ein

Abklatschen beim Torjubel: (von links) Nico Möller, Serkan Aytemür und Enes Glogic gewannen mit Vellmar gegen Sandershausen und stehen nun im Kreispokal-Finale.
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Abklatschen beim Torjubel: (von links) Nico Möller, Serkan Aytemür und Enes Glogic gewannen mit Vellmar gegen Sandershausen und stehen nun im Kreispokal-Finale.

Wenn am Samstag das Endspiel im Fußball-Kreispokal der Saison 20/21 in Vellmar stattfindet, stehen sich nicht unerwartet Verbandsligist OSC Vellmar und Hessenligist KSV Baunatal gegenüber. In ihren Halbfinals setzten sich die Favoriten durch, hatten dabei aber Mühe.

OSC Vellmar - TSG Sandershausen 2:0 (2:0). Die erste Chance im Duell der Verbandsligisten hatten die Gäste, die sich trotz eines defensiven 4-1-4-1-Systems nicht nur hinten reinstellten. Der agile Zakariae El Jamouhi, der ein ums andere Mal über rechts in den OSC-Strafraum eindrang, fand in der fünften Minute aber keinen Abnehmer. Und noch einmal waren die Gäste gefährlich: Sascha Hebolds Freistoß aus 16 Metern ging knapp am Tor vorbei. Doch so langsam kamen die Gastgeber ins Rollen. Ein fataler Aussetzer von Abwehrspieler David Altschmied war Ausgangspunkt zum 1:0, das Neuzugang Nico Möller (16.) erzielte. Der OSC legte nach: Nur fünf Minuten später brachte Tim Welker nach einer Ecke den Ball wieder vors Tor – und da stand Egli Milloshaj goldrichtig und vollendete zum 2:0.

Das Vellmarer Mittelfeld um Enes Glogic, Möller und Milloshaj bestimmte nun den Rhythmus der Begegnung. Wenn die Gäste zu Chancen kamen, war es meist El Jamouhi, der die OSC-Abwehr ins Schwitzen brachte. Ein vermeintliches Tor erzielten die Gäste nach dessen Vorarbeit durch Emre Bicer auch, aber aus Abseitsposition.

Nach dem Seitenwechsel war den Mannschaften anzumerken, dass sie sich in der Vorbereitung befinden: Die Beine wurden schwerer. So blieb es bei vereinzelten Möglichkeiten, die beste hatte noch Serkan Aytemür (89.). „Wir haben die Partie beherrscht, müssen aber vor dem Tor noch kaltschnäuziger werden“, sagte Vellmars Co-Trainer Roland Borrmann. „Leider mussten wir kurzfristig auf Felix Bredow verzichten, der sich im Training gezerrt hat. Das Team hat sich gut aus der Affäre gezogen“, sagte Sandershausens Co-Trainer Daniel Christl.

Tuspo Rengershausen - KSV Baunatal 0:1 (0:0). „Normal müssen wir 3:0, 4:0 gewinnen“, sagte Baunatals Sportlicher Leiter Matthias Kepper und fügte hinzu: „Der Tuspo hat aber auch stark verteidigt, gut verschoben und teilweise mit zehn Leuten in der eigenen Hälfte gestanden. Da war es schwer, überhaupt Räume zu finden.“ Dementsprechend musste eine Standardsituation herhalten, um das Spiel zu entscheiden. Nach einem Eckball von Nicolai Lorenzoni war es Abwehrspieler Berke Durak, der zum 1:0 (58.) für den Hessenligisten im Derby mit dem Kreisoberligisten einköpfte.

Letztlich lief das Spiel nur in Richtung Rengershäuser Tor. Okan Gül als Anspielstation und Ballverteiler setzte seine Mitspieler über die Flügel ein, um in den Rücken der Tuspo-Abwehr zu kommen. Doch klare Möglichkeiten gab es daraus keine. Sebastian Schmeer hatte kurz nach der Führung noch eine dicke Chance, doch seinen Volleyschuss lenkte Tuspo-Keeper Tobias Lenz mit starkem Reflex an die Latte.

„Wir haben eine tolle Leitung gegen den haushohen Favoriten abgeliefert“, sagte Tuspo-Kapitän Enver Gül. „Darauf können wir stolz sein, es macht Mut für die Saison.“ Fast hätten die Gastgeber doch noch eine Chance gehabt, aber Kaan Gözet war in der Nachspielzeit nach einer Flanke so überrascht, dass er den Ball nicht mehr unter Kontrolle brachte. (Horst Schmidt)

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