KSG steht vor einem besonderen Heimspiel

Eine Liga spielt verrückt: Kasseler Kegler können noch auf- und absteigen

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Auch auf die richtige Bahnpflege kommt es an: Die KSG-Kegler Frank Weitzel (von links), Uwe Schlitzberger und Dirk Westmeier stehen vor einem besonderen Wettkampftag in der 2. Bundesliga. 

Kassel. In der 2. Sportkegel-Bundesliga geht es für die KSG Kassel am Samstag um den Klassenerhalt. Theoretisch kann die Mannschaft aber sogar noch aufsteigen. Was ist denn da los?

Die Sportkegler der KSG Kassel haben schon einiges erlebt. Unter dem Namen Windstärke 10 kämpften sie um die Deutsche Meisterschaft. Sie wurden Weltpokalsieger. Und sie waren über Jahrzehnte fester Bestandteil der ersten und zweiten Bundesliga. Doch der anstehende letzte Wettkampftag in der Hauptrunde der 2. Bundesliga Nord wird selbst für die erfahrenen Kasseler eine große Herausforderung.

Vor dem Duell mit KF Nordhorn-Listrup am Samstag ab 13 Uhr im Kegelzentrum Auepark wissen sie nur, dass sie nichts wissen. „So eng war es noch nie“, erklärt Kapitän Uwe Schlitzberger. Das KSG-Team kann noch Dritter werden und die Meisterrunde erreichen. Die Mannschaft kann aber genauso noch auf Rang neun landen und in die Abstiegsrunde rutschen. Sollte sie den fünften oder sechsten Platz belegen, wäre für sie die Saison bereits beendet und der Klassenerhalt auf direktem Weg unter Dach und Fach gebracht. Eine Liga spielt verrückt – was ist denn da los?

Die Nordhessen interessiert aber (noch) nicht, was die direkte Konkurrenz ab Samstagmittag macht. Ob Mülheim in Neheim gewinnt. Ob Salzgitter in Rösrath punktet. Ob Langenfeld gegen Gelsenkirchen Federn lässt. Und ob Solingen gegen Tecklenburger Land schwächelt. Nein, der Fokus der Kasseler liegt auf dem eigenen schweren Spiel gegen Nordhorn. Nur bei einem 3:0-Heimsieg ist die KSG aller Sorgen ledig. Bei einem Punktverlust beginnt aber das große Rechnen. Heimniederlagen sind im Sportkegeln äußerst selten. Allerdings hatten sich die Kasseler vor zwei Wochen erst mit einem Überraschungserfolg in Salzgitter eine bessere Ausgangsposition erarbeitet.

Zusätzlichen Reiz erhält der Auftritt der Nordhessen durch das feststehende Aus des Kegelzentrums Auepark im Frühling. Am 1. April wird die Anlage an der Damaschkestraße dichtgemacht. Der Balance-Fitnessclub benötigt diesen Raum.

Seit 1981 waren die Bahnen im Auepark die Heimat vieler Kasseler Sportkegelklubs. Aktuell sind neben der KSG dort noch Blau-Weiß 70, Phönix sowie diverse Freizeitteams und Betriebssportgemeinschaften anzutreffen. Die KSG wechselt zur nächsten Saison in den Hessischen Hof in Waldau, wo früher bereits Phönix Bundesliga-Wettkämpfe ausgetragen hat.

Zunächst gilt es, diese Serie erfolgreich zu Ende zu bringen. Außer Kapitän Schlitzberger sind noch Frank Weitzel, Dirk Westmeier, Manfred Pagel und Manfred Rhode fest eingeplant. Kandidaten für den sechsten Platz im Team sind Altmeister Walter Ullrich und Andreas Niemczyk. Niemczyk will nur in Notfällen aushelfen. Die große Spannung vor dem letzten Wettkampftag ist auf jeden Fall eine Ausnahmesituation.

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