Erstes Training nach Corona-Regeln im Hessischen Hof in Waldau

Kassels Zweitliga-Sportkegler und ihr Neustart in geordneten Bahnen

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Zurück auf den Bahnen: Am Donnerstag trainierten die Kegler der KSG nach dem Umzug erstmals im Hessischen Hof in Waldau. Im Bild zu sehen (von links) Karl-Friedrich Fabinger, André Macorlig, Uwe Schlitzberger, Axel Leithäuser und Walter Ullrich. 

Kassel. Erstes Training auf der neuen Sportkegel-Anlage - und dann auch noch in Corona-Zeiten. Wir waren vor Ort bei der KSG Kassel, die nun im Hessischen Hof in Waldau zu Hause ist. 

Ein bisschen Kegelzentrum hat es dann doch bis nach Waldau geschafft. Die metergroßen Anzeigen, auf denen immer die geworfenen Kegel aufleuchten, wurden auf der Anlage im Kasseler Auepark ab- und auf den Scherebahnen im Hessischen Hof wieder eingebaut. Es ist allerdings das Einzige, was den Sportkeglern des Zweitligisten KSG Kassel am Donnerstagabend vertraut vorkommt, als sie zum ersten Mal seit 77 Tagen wieder trainieren. Denn für die Mannschaft ist es in doppelter Hinsicht ein Neustart.

Zum einen wegen des Umzugs. Da das Kegelzentrum im Balance-Fitnessstudio an der Damaschkestraße dichtgemacht wurde, ist jetzt die Anlage in Waldau die sportliche Heimat von Kassels Keglern – von der im KKV organisierten KSG und Blau-Weiß 70. Ältere Freunde dieses Sports werden sich vielleicht noch daran erinnern, dass Phönix Kassel dort früher Bundesliga-Wettkämpfe austrug. Bevor die KSG nun ihre erste Übungseinheit in den neuen Räumen absolvieren konnte, war viel zu tun. Vorsitzender Walter Ullrich spricht von 500 Arbeitsstunden: „Allein für die vier Anläufe haben wir eine Woche gebraucht.“ Jetzt genügt die Anlage wieder den hohen Bundesliga-Ansprüchen. Um die Bahnpflege kümmern sich an diesem Tag Axel Leithäuser, André Macorlig und Karl Heller.

Zum anderen sind es die Corona-Regeln, die es unmöglich machen, dass alle 27 aktiven Klub-Mitglieder zur gleichen Zeit ins Training kommen. Uwe Schlitzberger, der Kapitän des Zweitliga-Teams, hat im Vorfeld des ersten Treffens einen Zeitplan erstellt. Und so halten sich an diesem Nachmittag nur vier KSG-Kegler in den Räumen auf. „Jeder weiß genau, wann er beginnen darf und die Bahnen wieder verlassen muss“, erläutert Schlitzberger.

Zudem nutzen die einen nur grüne, die anderen nur rote Kugeln. Für jeden Block gibt es einen extra Hygienebeauftragten, der die Kugeln nach dem Einsatz desinfiziert. Der Abstand von Bahn zu Bahn liegt bei 1,50 m. Damit sich zwei Kegler auch nicht im Schnittbereich näher kommen, dürfen sie ihre jeweilige nächste Kugel nicht gleichzeitig aufnehmen. Ein Neustart in geordneten Bahnen eben.

Gewisse Anlaufschwierigkeiten sind dennoch erkennbar. Nicht auf jeder der vier Bahnen fallen die Kegel gleichgut. Die Zahl der Volltreffer ist anfangs überschaubar. „Für die erste Neun habe ich 25 Würfe gebraucht“, erklärt Schlitzberger, immerhin einer der erfolgreichsten Kasseler Kegler.

Dann läuft es immer besser – bei ihm und auch den Nebenleuten. Sein Fazit: „Zahlen von 830 von 840 Holz sind möglich.“ Das wäre dann nicht anders als in den vergangenen Jahren im Kegelzentrum Auepark.

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