Erster Saisonsieg für Fußball-Hessenligist

4:3 – KSV Baunatal gewinnt verrücktes Spiel in Neuhof

Umkämpft: Baunatals Maximilian Blahout (rechts) setzt Neuhofs Amara Fofana unter Druck.
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Umkämpft: Baunatals Maximilian Blahout (rechts) setzt Neuhofs Amara Fofana unter Druck.

Aufatmen beim KSV Baunatal. Der Fußball-Hessenligist feierte am fünften Spieltag den lang ersehnten ersten Saisonsieg. Bis es so weit war, mussten die Nordhessen beim SV Neuhof eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchleben. Schließlich setzte sich das Team von Trainer Tobias Nebe in einer verrückten Partie aber mit 4:3 (1:1) durch.

„Bei allen ist eine unglaubliche Erleichterung zu spüren“, sagte Nebe nach dem Spiel, in das beide Teams verhalten starteten. Kein Wunder, nach den Ergebnissen zuletzt. So blieben Chancen erst mal aus. Die erste gefährliche Situation in der 32. Minute: KSV-Torwart Kim Sippel, der erneut den verletzten Pascal Bielert vertrat, parierte einen Freistoß von Radek Görner. Allerdings landete der Ball direkt vor den Füßen von Angelos Kerasidis, der abstaubte. „Das war nach dem Motto: Täglich grüßt das Murmeltier. Wieder war der erste Ball, der auf unser Tor kam, drin“, sagte Nebe. Im fünften Saisonspiel lag der KSV zum fünften Mal mit 0:1 hinten. Eine unfassbare Serie.

Aber diesmal kamen die Baunataler schnell zurück – und wie. Patrick Krengel schoss einen Freistoß aus 25 Metern in den Winkel – 1:1 (41.). Und es wurde noch besser für die Gäste. Nur vier Minuten später sah Neuhofs Edi Kulas nach einem Foul die Gelb-Rote Karte.

Die Baunataler gingen in die zweite Halbzeit in Überzahl. Und das nutzten sie zunächst aus. Zwar vergaben Jonas Springer (49.) und Rolf Sattorov (55.) noch zwei gute Möglichkeiten. Aber in der 56. Minute war es so weit: Nach einer Ecke von Manuel Pforr löste sich Maximilian Blahout geschickt und köpfte zum 2:1 ein. Nun schien der KSV auf Kurs zu sein – zum ersten Mal in dieser Saison führten die Nordhessen. Allerdings nur bis zur 63. Minute. Görner zog aus 30 Metern ab – und der Ball schlug im Winkel ein. 2:2.

Aber anders als in den Spielen zuvor ließen sich die Baunataler jetzt nicht schocken. Krengel passte in den Strafraum zu Pforr. Und der behielt die Ruhe – 3:2 (70.). Nachdem Neuhofs Torwart Dogus Albayrak beim Klärungsversuch Nico Schrader im Strafraum foulte, und Rolf Sattorov den fälligen Elfmeter verwandelte (81.), sah der KSV wie der sichere Sieger aus.

„Am Ende haben wir es uns unnötig schwer gemacht“, sagte Nebe. Die Baunataler waren bei den guten Konterchancen zu unkonzentriert und verpassten es so, den Deckel drauf zu machen. Die Gastgeber verkürzten durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mike Weismantel (88.) auf 3:4. Aber mit Kampf und Krampf rettete der KSV den knappen Vorsprung über die Zeit. (Manuel Kopp)

Neuhof: Albayrak – Borowski, Kladar, Srsen, Paez – Kerasidis, Kulas, Sosa Perez (56. Weismantel) – Görner – Dulabic (46. Costa Sabate), Fofana (75. Pleic)

Baunatal: Sippel – Blahout, Borgardt, Berninger-Bosshammer (46. Sattorov) – Krengel, Möller (73. Üstün), Schäfer, Heussner – Springer – Schrader (88. Wieczorek), Pforr

SR: Stübing (Gelnhausen) – Z.: 100

Tore: 1:0 Kerasidis (32.), 1:1 Krengel (41.), 1:2 Blahout (56.), 2:2 Görner (63.), 2:3 Pforr (70.), 2:4 Sattorov (81., FE), 3:4 Weismantel (88.). Gelb-Rot: Kulas (Neuhof, 45.)

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