KSV Baunatal scheitert im Fußball-Hessenpokal nach einem 1:2 am TSV Steinbach

Diesmal bleibt der Coup aus

Sein Tor reichte nicht: Baunatals Hüseyin Cakmak (links), hier im Zweikampf mit dem Steinbacher Tim Kircher. Rechts beobachtet Nicolai Lorenzoni die Situation.
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Sein Tor reichte nicht: Baunatals Hüseyin Cakmak (links), hier im Zweikampf mit dem Steinbacher Tim Kircher. Rechts beobachtet Nicolai Lorenzoni die Situation.

Leidenschaft, Wille und Kampfgeist – das konnte man dem KSV Baunatal an diesem kalten Dienstagabend nicht wirklich absprechen. Doch am Ende war trotzdem Endstation in der dritten Runde des Hessenpokals.

Nach dem Coup vor etwas mehr als drei Jahren reichte es diesmal nicht gegen den klassenhöheren Regionalligisten TSV Steinbach. Am Ende stand eine knappe 1:2 (1:1)-Niederlage, die aufgrund der Spielanteile dann auch in Ordnung ging.

„Wir haben heute alles reingeworfen und uns sehr gut präsentiert. Wenn auch wir einen Elfmeter bekommen hätten, wäre das Spiel vielleicht noch einmal anders gelaufen“, sagte Baunatals Trainer Tobias Nebe im Anschluss. Die Situation, die er ansprach, ereignete sich in der 55. Minute. Beim Stand von 1:1 ging Gäste-Spieler Kevin Lahn im Strafraum gegen Patrick Krengel zu Werke, es gab einen hörbaren Kontakt, doch der Pfiff von Schiedsrichter Marcus Rolbetzki blieb aus.

Bis dahin hatte der Hessenligist stark dagegen gehalten. Die Führung von Hüseyin Cakmak, der in der neunten Minute einen Ball auf der rechten Seite ersprintete und ihn dann im langen Eck versenkte, hielt allerdings nicht lang. Ein Handspiel im Baunataler Strafraum entging dem Unparteiischen nicht, und Enis Bytyqi traf per Strafstoß zum 1:1 (11.).

Fortan waren die Steinbacher die spielbestimmende Mannschaft, die sich viele Standards herausarbeitete, aber nicht zu hundertprozentigen Chancen kam. Zunächst parierte KSV-Torwart Kim Sippel gegen Sasa Strujic nach einer Ecke (15.), die Versuche von Dennis Chessa (17.) und Bytyqi (29.) gingen übers Tor. Nach einer halben Stunde nahmen dann die Baunataler das Heft in die Hand, ohne in der Offensive allerdings richtig zwingend zu werden. In der 41. Minute hielten die heimischen Zuschauer am Kunstrasenplatz dann noch einmal den Atem an, als Maximilian Blahout eine Hereingabe in Richtung eigenes Tor gefährlich abfälschte.

Nach der Pause stand dann Sippel immer mehr im Blickpunkt. Zweimal parierte der Schlussmann des KSV richtig gut. Bei den Schüssen von Bytyqi (64.) und Nino Miotke (69.), die aufs kurze Eck gingen, war er auf dem Posten. Vieles deutete zu diesem Zeitpunkt auf eine Verlängerung hin, doch dann passierte der eine Fehler, der die Baunataler in Rückstand brachte. Ausgerechnet Patrick Krengel, der das zwischenzeitliche 1:1 beim 2:1-Pokalcoup vor drei Jahren gegen Steinbach besorgt hatte, lud die Gäste zum Siegtreffer ein. Er köpfte einen langen Diagonalball von der Torauslinie zurück in den Strafraum, und Bytyqi brauchte nur noch einzunicken (73.). Sein zweiter Treffer des Abends besiegelte schließlich den K.o. des KSV.

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