KSV Hessen Kassel droht Regionalliga mit Klageweg

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Blick ins leere Auestadion.

Der KSV Hessen Kassel geht in die Offensive. In einem Brief an die Regionalliga Südwest und deren Geschäftsführer Sascha Döther droht der Klub der Liga mit juristischen Schritten.

Unterschrieben ist der Brief von Vorstand Jens Rose und Aufsichtsrat Dr. Fritz Westhelle. Die Löwen sind aufgeschreckt von Pressemeldungen, wonach die Gesellschafter-Versammlung der Liga sich für einen Aufstieg der Meister aus den fünften Ligen, aber gegen einen der Teams auf den Relegationsplätzen ausgesprochen habe. Betroffen sind neben der Hessenliga die Oberligen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz/Saar.

Hessens Fußballverband HFV hatte den Vorschlag eingebracht, bei einem Saisonabbruch auch die Relegationsrunde nach der Quotientenregelung zu werten. Demnach wäre der KSV als vierter Klub aufgestiegen. Diese Variante wird von den anderen Landesverbänden offenbar abgelehnt. Sollte es tatsächlich so kommen, drohen die Kasseler mit dem Klageweg.

Und fahren dabei schweres Geschütz auf. Denn: Der Klub will in diesem Fall nicht nur den Antrag stellen, dass er als weiterer Aufsteiger zugelassen werden müsse, sondern auch einen sogenannten Hilfsantrag, dass die Saison ansonsten nicht gewertet werden könne. In diesem Fall könne es weder Auf- noch Absteiger aus der Regionalliga Südwest geben. In dem Schreiben heißt es: „Die Regionalliga kann nicht den aktuellen Tabellenersten entgegen der geltenden Spielordnung den Aufstieg quasi schenken, den Tabellenletzten den Abstieg ersparen und den aktuell Tabellenzweiten alle Rechte verweigern.“

Die Kasseler argumentieren damit, dass laut Spielordnung ein Meister nur nach Durchführung aller Spiele festgestellt werden könne, es bei einem Saisonabbruch somit keinen Meister gebe. Der KSV begrüßt ausdrücklich, wenn in der aktuellen Situation eine andere Lösung gefunden werden würde – nur dürften die Tabellenzweiten der fünften Ligen dabei eben nicht außen vor sein.

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