Ehemaliger Mittelfeldspieler des KSV Hessen 

Wolfgang Hansmann wird 70: Der Spezialist für Freistöße

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Tauchte als Mittelfeldspieler oft vor dem gegnerischen Tor auf: Wolfgang Hansmann. 

Kassel. Wenn Wolfgang Hansmann am Donnerstag seinen 70. Geburtstag feiert, ist er telefonisch nicht zu erreichen.

„Das ganze Gedöns um so einen Ehrentag ist mir zuwider, deshalb verbringen meine Frau Gerlinde und ich mehrere Tage im Kellerwald, weg von zu Hause“, sagte der Jubilar. Der Name Wolfgang Hansmann ist jedem älteren nordhessischen Fußball-Fan ein Begriff. Als Mittelfeldspieler des Regionalligisten KSV Hessen war er zwischen 1972 und 1977 nicht nur Dreh- und Angelpunkt, sondern auch Torjäger der Löwen.

Der Freistoß-Spezialist lehrte viele Gegner das Fürchten, und seine Schusskraft sprach sich schon kurz nach seinem Wechsel vom Tuspo Ziegenhain ins Auestadion bis nach Stuttgart rum. So titelte die Bildzeitung in der Saison 72/73: „VfB Stuttgart an Kassels Torjäger Wolfgang Hansmann interessiert“.

Wolfgang Hansmann wird 70. 

Aber der damals 25-Jährige blieb in Kassel und hatte wenige Wochen später sein schönstes Fußball-Erlebnis. Die Firma Polyma hatte vier Flutlichtmasten im Auestadion errichtet, wo Bundesligist Borussia Dortmund zu einem Freundschaftsspiel gastierte. „Wir gewannen 3:0, und mir glückten zwei Treffer gegen Torwart Rynio“, sagt Hansmann. Der Mttelfeldspieler denkt gern an jenen Tag zurück, der seinem Gegenspieler Hoppy Kurrat wohl nicht in so guter Erinnerung blieb.

Heute macht sich Hansmann kaum noch etwas aus Fußball: „Das ewige Hin- und Hergeschiebe und das dauernde Hintenherumspielen gehen mir auf den Wecker. Mir reichen vollauf die Bundesliga-Kurzberichte in der Sportschau.“ So beschreibt er sein geringes Fußballinteresse. Sportlich geht er schon seit Jahren seinem liebsten Hobby, dem Tennisspielen, nach. Auch im fortgeschrittenen Alter schwingt er regelmäßig den Schläger. Mit der SG Schwalmstadt spielt er in der Ü-50-Gruppenliga.

Als Wolfgang Hansmann vor vier Jahren noch bei BW Kassel spielte, schaffte er mit der Mannschaft die Hessenmeisterschaft. „Wir haben aber auf den Aufstieg in die Regionalliga verzichtet. Die weiten Fahrten wären ein zu großer Stress gewesen.“ So begründete Hansmann die Entscheidung.

Von Günter Grabs

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