Auffälligkeiten im heimischen Fußball: Von einem Kunstschuss, den Wölfen und einem Überraschungssieg

Kuriose Platzverweise gegen Junglöwen

Da war er noch dabei: Jens Wörner von der KSV-Reserve (rechts) gegen den Schwalmstädter Leon Lindenthal. Foto:  Hahn

Kassel. Fast schon normal ist es, dass Serkan Aytemür wieder im Akkord getroffen hat. Aber es gab noch andere Auffälligkeiten im heimischen Fußball.

1.Die späten Platzverweise bei KSV-Reserve

Gelb-Rot sah Niklas Künzel, Rot Jens Wörner. Jeweils in der Nachspielzeit der Verbandsligapartie des KSV Hessen II in Schwalmstadt. Nachvollziehen konnte Thorsten Hirdes die Entscheidungen von Schiedsrichter Euchler aus Schlüchtern nicht. „Niklas wollte bei einem Geschubse zwischen Marvin Feldmann und dessen Gegenspieler schlichten. Daraufhin verwarnte ihn der Schiri und zog Gelb-Rot“, sagte der KSV-Trainer. Der Assistent hatte es besser gesehen und griff ein. Der Unparteiische verwarnte nun Feldmann, nahm aber die Gelbe für Künzel nicht zurück. Was den zuvor ausgewechselten Wörner zu einem Kommentar bewog: „Nun hab’ doch einen Hintern in der Hose und nimm’ die Gelb-Rote zurück.“ Euchler zückte daraufhin Rot für Wörner.

2.Der Kunstschuss als Geburtstagsgeschenk

Zuerst roch er den Braten, dann schlug er zu. So bereitete sich Oliver Scherer, Linksverteidiger des OSC Vellmar, einen Tag nach dem 27. Geburtstag mit seinem ersten Saisontor selbst das schönste Geschenk. Im Hessenligaspiel beim FC Ederbergland trug Scherer mit dem 3:1 (Endstand 5:2) zum OSC-Erfolg bei. Nach einem Vellmarer Freistoß trudelte der Ball Richtung Torauslinie. Die Gegner achteten nicht auf Scherer, und der drosch den Ball einen Meter vor der Grundlinie hoch über den Kopf von Ederberglands Schlussmann Philipp Hartmann ins Netz.

3.Die Wölfe als Favoritenschreck

Lange dümpelte der TSV Wolfsanger im Niemandsland der Kreisoberliga-Tabelle. Seit der Winterpause läuft es. Am Mittwoch machten die Wölfe von sich reden, als sie Spitzenreiter Türkgücü 1:0 besiegten. Vier Tage später setzten sie das nächste Ausrufezeichen und schlugen beim 4:2 gegen Lohfelden II abermals einen Titelkandidaten. Dabei lag der TSV in der 84. Minute noch 1:2 zurück. Zweimal Schwiede und Dominic Rehbein drehten dann das Spiel.

4.Die Revanche des „kleinen“ Nachbarn

In der Fußball-Kreisoberliga Werra/Meißner besiegte der „kleine“ Nachbar Wickenrode/Helsa Titelaspirant Großalmerode sensationell mit 5:1. Noch in der Vorrunde war das Team von Trainer Stefan Koch hoffnungslos 0:5 unterlegen.

5.Aytemür diesmal mit Fünferpack

Torjäger Serkan Aytemür, hat wieder zugeschlagen: Beim 6:0-Erfolg von Kreisoberliga-Tabellenführer Türkgücü gegen Wilhelmshöhe war er erneut fünfmal erfolgreich. Alle Treffer fielen direkt hintereinander. Mit nunmehr 43 (!) Buden führt Aytemür die Torjägerliste an.

Von Horst Schmidt und Wolfgang bauscher

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