Zwischenbilanz: Tops und Flops nach dem ersten Drittel der Fußball-Saison

Wo es läuft, wo es hakt

Neu im Amt und gleich erfolgreich: Jonas Spengler (links) mit 23 Jahren jüngster Trainer in der Region steht mit seiner FSV Bergshausen an der Spitze der Kreisliga. Trainer Thomas Kraus (rechts) führt mit Eintracht Baunatal die Tabelle der Gruppenliga 1 an. Fotos: Malmus/nh

Kassel. In den heimischen Fußball-Ligen ist bereits ein Drittel der Saison gespielt, und natürlich sind die Mannschaften mit verschiedenen Zielen in die Runde gestartet. Wir ziehen eine Zwischenbilanz und zeigen auf, bei wem es läuft und bei wem nicht.

Erwartungen erfüllt • Eintracht Baunatal: Es ist für einen Absteiger nicht immer einfach, in der neuen Liga anzukommen. Aber die Großenritter haben das schnell geschafft. Als Gejagter fassten sie Fuß und mischten gleich an der Tabellenspitze mit. Es läuft rund bei den Baunatalern. Der neue Trainer Thomas Kraus steht mit seiner Mannschaft seit dem dritten Spieltag an der Spitze der Gruppenliga, Gruppe 1, und ist nach neun Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage auf dem besten Weg zurück in die Verbandsliga.

• TSG Sandershausen: Seit mehreren Jahren versuchen die Niestetaler, in die Verbandsliga aufzusteigen. Doch zumeist mussten sie sich mit der Verfolgerrolle begnügen. Seit Sonntag nun steht das Team um den erfahrenen Coach Friedhelm Janusch an der Spitze der Gruppenliga, Gruppe 2, punktgleich mit Tuspo Grebenstein. Die Mannschaft wirkt gefestigter als in den Jahren zuvor und liegt mit neun Siegen und einem Remis voll im Soll. • VfL Kassel: Vorletzte Saison sind die Kirchditmolder aus der Gruppenliga abgestiegen. Der Verein hat die Lehren daraus gezogen und setzt seitdem vor allem auf den eigenen Nachwuchs. Wurde der VfL im vergangenen Jahr noch Dritter der Kreisoberliga, sollte ihm in dieser Spielzeit der Aufstieg gelingen. Das Trainergespann Thomas Kunze und Afewerki Andezion hat mit seinem Team derzeit allenfalls noch den derzeitigen Zweiten BC Sport zu fürchten. • FSV Bergshausen: Nach zehn Spielen und zehn Siegen ist es für die anderen Teams der Kreisliga A schwer, die FSV um den jüngsten heimischen Trainer Jonas Spengler zu stoppen. Neben dem Optimum an Punkten hat der Klub mit 45:10 auch ein exzellentes Torverhältnis.

Hinter den Erwartungen

• KSV Baunatal II: Vor zwei Jahren spielte das junge Team noch in der Verbandsliga, im Jahr nach dem Abstieg hielt es erst im Endspurt die Gruppenliga. Nach der zehnten Niederlage im elften Spiel sieht es derzeit für die Mannschaft um Trainer Mikaeil Shikh Shihni kritisch aus. Bereits neun Punkte liegen zwischen dem Letzten und dem rettenden zwölften Platz. Besserung ist nicht in Sicht, weil dem Team die personellen Alternativen fehlen. Und teilweise auch die Reife, die für diese Liga notwendig ist.

• TSG Wattenbach: Eine für die Gruppenliga neue Situation stellt sich derzeit für die Söhrewalder dar. Mit dem neuen Trainer Osman Duygu und einer Reihe junger Spieler war der TSG in die neue Runde und eine vermeintlich erfolgreichere Zukunft gestartet. Inzwischen hat ihn der Alltag eingeholt. Der Trainer ist schon nicht mehr im Amt, personelle Probleme und mangelnde Liga-Reife sind nicht wegzureden. Jetzt gilt es für die Verantwortlichen, schnell die Trainerfrage zu lösen und personell nachzulegen, soll der Abstieg in die Kreisoberliga vermieden werden.

• TSV Oberzwehren: Mit Benjamin Musick gewannen die Zwehrener einen erfahrenen Fußballer als neuen Coach. Doch auch der 33-Jährige kann keine Wunder vollbringen. Zu groß waren die personellen Verluste der letzten Jahre, als Spieler wie Sven Pape, David Huj oder auch Luca Del Colle den Kreisoberligisten verließen. Am Heisebach sollten die Verantwortlichen aber Ruhe bewahren und Trainer und Team vertrauen, denn noch sind zwei Drittel der Saison zu absolvieren.

Von Horst Schmidt

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