Eintracht Baunatal erreicht erstes Etappenziel: 26:24 nach 11:16 gegen Bad Blankenburg

Mit langem Atem zum Sieg

Hart genommen: Der Baunataler Marvin Gabriel wird von den Blankenburgern Tomas Zeman (vorn) und Jonas Bogatzki (hinten) in die Zange genommen. Foto: Schachtschneider

Baunatal. Die erste Etappe ist geschafft, die ersten beiden von sechs Punkten bis zur Weihnachtspause sind gebucht. Doch wie holprig und lang war der Weg für die Drittliga-Handballer der Baunataler Eintracht, bis das 26:24 (11:14) gegen den HSV Bad Blankenburg endlich eingetütet war!

Am Ende eines nervenaufreibenden Auf und Ab atmete Felix Geßner tief durch: „Wir haben die beiden Punkte, nichts anderes zählt“, bilanzierte der Linksaußen. Und sein Nebenmann Phil Räbiger, mit sieben Toren wie Geßner bester Schütze, konstatierte: „Wir haben einen Weg gefunden zu gewinnen - obwohl es nun wirklich nicht unser bestes Spiel war.“

Zwei Fazits, die nach gut zehn Minuten so nicht zu erwarten waren. 6:3 nämlich führte die Eintracht, hatte ihre Nervosität im ersten Heimspiel seit fünf Wochen abgelegt und dominierte den biederen HSV klar. „Wir haben uns wohl zu sicher gefühlt“, orakelte Geßner später, wieso die Großenritter urplötzlich völlig den Faden verloren. Die unwiderstehlichen Kreuzungen der ersten Minuten, die Zielstrebigkeit im Angriff, das Zupacken der Abwehr, jegliche Konsequenz und Laufbereitschaft – alles fort. Stattdessen gab’s bis zur Pause 14 Fehlwürfe und fünf technische Fehler. „Wir haben die Blankenburger wieder stark gemacht“, sagte Räbiger.

Und die Gäste ließen sich nicht lange bitten. Gestützt auf den famosen Torwart Patrick Ziebert, der bis zum Wechsel 12/1 Würfe parierte, nutzte der HSV die Gunst der Stunde. Beim 7:7 (18.) war der Ausgleich erzielt, beim 12:9 (28.) die Wende geschafft. Ein ums andere Mal kamen die Baunataler in der Abwehr zu spät, kassierten von der 27. bis zur 47. Minute sieben Strafwürfe gegen sich (mit sechs Toren) – „und aus meiner Sicht waren sie allesamt berechtigt“, wie Phil Räbiger eingestand.

Nach Grohmanns 16:11 (34.) aber ereilte nun den Gast das gleiche Schicksal wie zuvor die Baunataler: „Wir haben gut gespielt, vielleicht zu gut, und dann waren wir es, die die Linie verloren haben“, erklärte Torwart Ziebert. Denn nach einer etwas lauteren Kabinenpredigt von Mirko Jaissle war die Eintracht plötzlich da. Voll da. „Ich habe gewusst, dass wir wiederkommen, denn wir waren die bessere Mannschaft“, erklärte der Trainer, dessen Truppe nicht mehr den vielen verpassten Gelegenheiten des ersten Durchgangs nachtrauerte. Nein, mit Tempo, Biss, nun endlich zupackender Defensive und einer Steigerung von Torwart Conny Paar wendeten die Großenritter das Blatt. Geßner vom Strich und Räbiger vom Kreis verkürzten auf 13:16 (36.), nach drei Tempogegenstößen war Sven Vogel zum 16:16 (40.) erfolgreich und bei Marvin Gabriels schlitzohrig erzieltem 18:16 (44.) die Wende geschafft.

„Wir haben unnötige Strafen kassiert und im Angriff die Geduld verloren“, haderte Gästetrainer Igor Ardan. Zwar wendete sein HSV das Blatt noch einmal, nach dem 21:22 (52.) aber machten Räbiger, Geßner, Felix Rehberg, Sven Vogel und erneut Geßner mit langem Atem zum 26:22 (59.) den ersten Etappensieg perfekt.

Von Gerald Schaumburg

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