Kasseler Felix Richter bei Weltmeisterschaften im Kanumarathon auf neuntem und zwölftem Platz

„Langsam kommen die Erfolge“

Auf dem Weg Richtung Ziel: Das Einzelfeld der Kanuten kurz nach dem Start auf der 26-Kilometer-Marathondistanz. Fotos: Reger/nh

kassel/györ. Noch am Telefon war ihm die Begeisterung anzuhören. „Ich konnte kaum noch aus dem Boot aussteigen“, stöhnte Felix Richter nach seinen zwei Auftritten bei der Kanumarathon-Weltmeisterschaft im ungarischen Györ. Die Marathondistanz gleich zweimal am vergangenen Wochenende zu bewältigen geht an die Substanz und kann auch von einem Sportler der pro Woche über 20 Stunden trainiert nicht locker weggesteckt werden.

Für Felix Richter ist es bereits die fünfte Weltmeisterschaft in seiner Karriere Er gehört somit mittlerweile schon zu den erfahreren Athleten und gehört nun seit Jahren zum festen Kern der Nationalmannschaft. Doch die Schmerzen haben sich für den 22-Jährigen vom PSV Grün-Weiß Kassel gelohnt.

Mit Rang zwölf unter 36 Startern erreichte der Kasseler im Einerkajak über 26 km seine bisher beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft und konnte das Rennen als bester Deutscher beenden. Nach einem starken Start fand sich Richter in der Führungsgruppe wieder und zog zum richtigen Zeitpunkt die Notbremse um nicht zu überziehen.

„Man muss seinen physischen Zustand einschätzen können und wissen, was möglich ist und was nicht. Das ist mir dieses Jahr sehr gut gelungen“, so Richter durchaus zufrieden zu seinem Rennen im Einer. Geradezu begeistert war Richter über die Rahmenbedingunge bei den Rennen in Ungarn: „Kanusport hat in Ungarn den Stellenwert wie bei uns der Fußball. Wir hatten ein fantastische Stimmung und rund 3000 Zuschauer an der Strecke.“

Mit dem Bremer Marcel Paufler belegte Richter im Zweierkajak über 30 km zwei Tage später noch einen grandiosen neunten Platz von 30 Booten. Überglücklich über seine erste Top-Ten Platzierung kann Richter nun auf eine gelungene Weltmeisterschaft zurückblicken. „Jahr für Jahr arbeite ich mich in der Weltrangliste nach vorne. Es ist das Ergebnis harter Arbeit, und langsam kommen die Erfolge“, so der angehene Polizeikommissar über seine Top-Ten-Platzierung.

Maßgeblich verantwortlich für seine aktuelle Leistungsentwicklung macht Richter die optimale Leistungsförderung in der Sportfördergruppe der hessischen Polizei. „Ich trainiere in Kassel und in Wiesbaden. Das Training klappt bestens, und für die Wettkämpfe erfolgt dann bei Bedarf die Freistellung.“ Nach einer zweiwöchigen Saisonpause geht es für den Sportförderathleten wieder in die Vorbereitung für die Saison 2016.

Die Option den Zweier Paufler/Richter für die nächste Saison weiter einzufahren und sich vielleicht vollständig auf den Zweier zu fokussieren liesen sich die Sporter vorerst offen. (sol)

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