Verletzungssorgen bei Eintracht Baunatal

Das Lazarett der Eintracht lichtet sich nur langsam

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Skeptischer Blick: Eintracht-Trainer Florian Ochmann hat während der Vorbereitung noch nicht alle Spieler an Bord.

Trainer Florian Ochmann hatte gehofft, dass er in der Vorbereitung wieder alle Mann an Bord hat. Doch Handball-Drittligist Baunatal hat weiterhin einige Verletzte. 

Die Weihnachtspause ist vorbei. Seit Montag bereiten sich die Handballer des GSV Eintracht Baunatal auf die Restrunde in der Dritten Liga vor. Für 2019 hatte Trainer Florian Ochmann gehofft, dass ein Großteil seiner Langzeitverletzten zurückkehren würde. Aber denkste! „Es war leider nur eine Hoffnung“, sagt Ochmann, für den die Personalsorgen im neuen Jahr nur unwesentlich kleiner geworden sind. Ein Überblick über die Vorbereitung der Eintracht:

Das Personal

Auf fünf Spieler musste Ochmann lange Zeit verzichten: auf Torwart Patrick Ziebert, Kreisläufer Magnus Rulff, Rechtsaußen Sven Vogel sowie auf die Rückraumakteure Niklas Plümacher und Phil Räbiger. Kaum zu glauben, dass die Baunataler trotz dieser Personalmisere auf dem zweiten Tabellenplatz überwinterten. Immerhin ist Schlussmann Ziebert nach der Meniskus-Operation wieder ins Training eingestiegen. Auch Vogel, der sich kurz vor Weihnachten einem Eingriff an der Nasenscheidenwand unterziehen musste, geht die Belastung komplett mit.

Bei Räbiger sieht die Sache komplizierter aus. „Ich dachte, er könnte jetzt voll einsteigen“, sagt Ochmann. Dem ist nicht so. Der Abwehrchef leidet an den Folgen eines Knöchelbruchs, zudem waren die Außenbänder gerissen. Zurzeit bekommt Räbiger Physiotherapie, aber der Knöchel sei weiterhin dick und unbeweglich, erklärt Ochmann. Dennoch hofft der Trainer, dass Räbiger zum Restrundenstart gegen Leipzig am 2. Februar einsatzbereit ist.

Für Rulff kommt das nicht infrage. Der Kreisläufer erhält wegen einer Patellasehnen-Entzündung noch bis Ende Januar Bestrahlung. „Dann sehen wir weiter.“ Das größte Fragezeigen steht hinter der Genesung von Plümacher. Der Linkshänder wurde ja bereits im Juni operiert, weil eine Bizepssehne abgerissen war. Und noch immer schmerzt Plümachers Schulter beim Werfen. Wie gesagt, die Sorgen gehen weiter.

Das Training

Über den Fitness-Zustand der anderen Spieler kann sich Ochmann nicht beschweren. „Die Jungs haben sich in der Pause erholt, aber gleichzeitig mit Fitnessübungen und Laufen ihr Level gehalten“, sagt er. Von daher gibt er im Training direkt Gas. Dabei fährt er zweigleisig. In der Regel stehen zuerst Intervall-Übungen an, um wettkampfspezifische Kondition aufzubauen. Im Anschluss daran wird an der Taktik gefeilt. Viel Neues könne er ohnehin nicht ausprobieren. Dafür seien drei Wochen Vorbereitung zu kurz: „Wir wollen in die Form kommen, die wir vor Weihnachten hatten.“

Die Stimmung

Keine Frage, auf die Rückkehr aller Verletzten hatte nicht nur Ochmann gehofft. Trotzdem sei die Stimmung im Team sehr gut. Die fulminante Hinrunde „mit teilweise überragenden Leistungen“ hat für Zufriedenheit und großes Selbstvertrauen gesorgt. „Das sollte uns locker machen für die anstehenden Aufgaben“, sagt Ochmann.

Der Spielplan

Ochmann spricht von schwierigen Aufgaben in der Fremde. Er meint die Partien in Gelnhausen, Hanau und Nieder-Roden. Vor allem freut er sich auf die Heimkracher gegen die Top-Teams aus Eisenach und Nußloch. „Da haben wir richtig Lust drauf.“ Den zweiten Tabellenplatz bezeichnet der Eintracht-Trainer als schöne Momentaufnahme, wohl wissend, dass der Vorsprung auf Platz neun lediglich fünf Punkte beträgt. „Wir werden und wir müssen nicht jedes Spiel gewinnen“, sagt Ochmann. Am Saisonziel, dem sechsten Platz, hat sich für die Eintracht nichts geändert.

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