Samstag, 14.30 Uhr - Das sagen die Spieler

FSC Lohfelden gegen KSV Baunatal: Dezimiert, aber heiß aufs Derby

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Florian Heussner

Lohfelden/Baunatal. Stell’ Dir vor, es ist Nordhessenderby in der Fußball-Hessenliga – und beide Teams sind personell arg geschwächt.

Doch genauso stellt sich die Lage vor dem Prestigeduell zwischen dem FSC Lohfelden und dem KSV Baunatal am Samstag ab 14.30 Uhr im Nordhessenstadion dar. 

Die Hausherren müssen auf Gelb-Rot-Sünder Jannik Weingarten, René Huneck (Hand-OP) sowie die verletzten Christian Käthner, Demetrio D’Agostino und Thomas Müller verzichten. Bei Rekonvaleszent Mentor Latifi sieht es so aus, als könnte er wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen. „Es gibt keinen Favoriten“, erklärt FSC-Trainer Otmar Velte, „Kleinigkeiten werden entscheidend sein.“ 

Auf keinen Fall für Baunatal auflaufen kann neben Manuel Pforr auch Tolga Ulusoy, der nach Gelb-Rot in Vellmar gesperrt ist. Die angeschlagenen Nico Schrader und Daniel Leipold sind mehr als fraglich. Trainer Tobias Nebe könnte Tom Samson wieder im Angriff aufbieten. Sollte Leipold ausfallen, steht Jannik Szczygiel bereit. Wir haben im Vorfeld zwei Spieler befragt, die zuvor beim jeweils anderen Klub spielten: Florian Heussner (FSC) und Jonas Spengler (KSV).

Lohfeldens Florian Heussner: "Wir sind gewarnt"

Mit welchen Gefühlen blicken Sie dem Duell mit Ihrem Ex-Klub entgegen?

Florian Heussner: Positiv. Ich habe noch viele Freunde und Bekannte in Baunatal. Grundsätzlich wünsche ich dem KSV nur das Beste. Am Samstag wird die Freundschaft aber für 90 Minuten ausgeblendet.

Welche Rolle spielt der 2:1-Sieg im Pokalduell aus dem September bei der Vorbereitung?

Heussner: Das war ein Duell auf Augenhöhe. Baunatal war dabei die erste Mannschaft, die uns anfangs auf dem falschen Fuß erwischen konnte. Erst hinten heraus konnten wir uns durchsetzen. So sind wir gewarnt und wissen, dass wir diesmal von der ersten Minute an hellwach sein müssen.

Weshalb benötigt Ihr Team die Punkte dringender als der Kontrahent?

Heussner: Wir schauen nicht auf eine bestimmte Platzierung. Damit sind wir bislang gut gefahren. Im Oktober hatten wir hintereinander die beiden Niederlagen gegen Seligenstadt und Rot-Weiss Frankfurt. Dann haben wir im Topspiel gegen Stadtallendorf und gegen Dreieich die richtige Antwort gegeben. Den Weg wollen wir weitergehen.

Ihre Abwehr gehört zu den besten der Klasse. Die Gründe?

Heussner: Schade, dass wir die sechs Gegentreffer gegen Seligenstadt kassiert haben. Sonst stünden wir noch besser da. Letztlich ist es ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Alle arbeiten gut gegen den Ball. Schon die Sturmspitze übernimmt auch Defensivaufgaben. Zudem haben wir einen überragenden Keeper in André Schreiber.

Ihr Tipp?

Heussner: Es wird nicht so torreich. Ich tippe 1:0 für uns.

Baunatals Jonas Spengler: "Rückkehr mit Lust"

Mit welchen Gefühlen blicken Sie dem Duell mit Ihrem Ex-Klub entgegen?

Jonas Spengler: Gute Frage. Ich hatte dort ein schönes Jahr und komme mit viel Lust auf das Spiel und positiven Gefühlen zurück. Darüber hinaus bin ich sehr auf das Derby konzentriert und kann es kaum erwarten. Aber das ist sonst bei den Spielen auch nicht viel anders.

Welche Rolle spielt das Pokalduell aus dem September bei der Vorbereitung?

Spengler: Die Niederlage war sehr bitter, gerade weil wir gut gespielt hatten und es mein erster Einsatz für den KSV war. Aber die Situation ist jetzt anders. Wir haben aus drei Spielen sechs Punkte geholt, da denkt keiner mehr an den Pokal. Es wäre schön, Revanche zu nehmen, aber wir überlegen deshalb nicht ganz genau, was wir jetzt alles besser machen müssten.

Weshalb benötigt Ihr Team die Punkte dringender als der Kontrahent?

Spengler: Das liegt auf der Hand. Wir wollen uns mit einem Sieg weiter festigen und unten rauskommen. Wenn wir ins Derby gingen und glaubten, die Punkte nicht zu brauchen, würden wir etwas falsch machen.

Sie dürften mit besonders viel Selbstvertrauen in die Partie gehen nach Ihrem feinen Derby-Tor gegen Vellmar?

Spengler: Wenn man gut spielt und ein Tor schießt, ist das immer gut fürs Selbstvertrauen. Egal, ob es ein schönes war oder der Ball nur reingestochert wurde.

Ihr Tipp?

Spengler: Natürlich ein Sieg für Baunatal, und zwar zu null. 2:0 wäre gut. Wer die Tore schießt, ist egal.

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