WM macht sich bemerkbar

Fragen und Antworten: Rugby Cassel begeistert in der Stadt immer mehr

Im Angriff: Kassels Spielertrainer Lucas Damrow (Mitte, mit Ball) ist in der Vorwärtsbewegung. Dahinter im Bild: Die Kasseler (von links) Michael Meier, Tim Schlüter und Marcel Retting. Foto: Foto: Waschulewski/nh

Kassel. Auch wenn’s sportlich um die Wurst geht, steht im Mittelpunkt ein Ei – der Rugby-Ball. Die Weltmeisterschaft in England geht in diesen Tagen in die entscheidende Phase. Und in der Region kämpft Rugby Cassel um Punkte in der Regionalliga. Gemeinsam mit Jon Rohrbach (Position Fullback/Schlussmann) beantworten wir Fragen zu einem rasanten Sport.

Was macht die Faszination Rugby aus?

„Alle Kraft, die man in sich hat, kann man rauslassen. Man rennt und kämpft wie ein Wilder. Außerdem ist es hochstrategisch. Ich spiele seit elf Jahren und habe noch immer nicht den Überblick, den ich gern hätte.“ Außerdem, so ergänzt der 24-Jährige, sei es ein Teamsport. „Wir sind füreinander da. Rugby fördert den Teamgeist.“ Die Verletzungsgefahr sei nicht größer als in anderen Sportarten. „Klar tut es ein bisschen weh, und blaue Flecken gibt’s immer mal“, erklärt er. „Aber wir gehen beim Rugby mit voller Körperspannung in den Ball. Das schützt vor Verletzungen.“ Bänderrisse habe es beispielsweise nur beim Laufen gegeben – also außerhalb von Kontaktsituationen.

Gerade läuft die WM. Profitiert davon Rugby Cassel?

Das Semester an der Uni Kassel ist angelaufen. Studenten sind neugierig auf den Sport. Zudem wird im Shamrock, dem Irish Pub in Kassel, die WM übertragen. Beides hat Auswirkungen. „Beim ersten Probetraining waren viele Neue da“, sagt Rohrbach. Schon am Montag gibt’s wieder Gelegenheit, in den Rugby-Sport reinzuschnuppern: Und zwar ab 19 Uhr auf dem Sportplatz der Sportfreunde Fasanenhof (Mörikestraße 36, Kassel).

Was passiert eigentlich beim Probetraining?

Erstmal geht’s ums Kennenlernen. „Um den Geist des Spiels“, wie Rohrbach sagt. Wie kommt man schnell auf dem Feld nach vorn? Wie holt man jemand richtig von den Beinen? Vollkontakt, wie die Situation Mann gegen Mann genannt wird, stehe erst nach zwei Wochen auf dem Programm. „Es gibt alle Formate: Männer und Frauen. Klein und groß. Ich finde immer einen Gegner, der zu mir passt“, erklärt der gebürtige Braunschweiger, der in Kassel Stadtplanung studiert.

Wie steht’s um den Sport in Kassel?

Die Saison ist zweigeteilt. Sie läuft von September bis November und dann wieder von März bis Mai. Deshalb steht das letzte Heimspiel in diesem Jahr auch am Samstag auf dem Programm: 14 Uhr, auf dem Platz an Mörikestraße. Gegner ist Göttingen. Im Winter wird nicht gespielt. „Dann ist der Boden gefroren und die Verletzungsgefahr zu hoch“, sagt Rohrbach.

Warum spielt Göttingen in der Regionalliga Hessen mit?

Der Liga gehören sieben Teams an. „Es gibt nicht so viele Rugby-Teams. Wir alle wollen spielen. Für die Göttinger sind die Wege nach Hessen kürzer. Deshalb spielen sie in unserer Liga mit“, erklärt er. Beim Auswärtsspiel gegen die SG Südhessen in Frankfurt erkämpfte Rugby Cassel jetzt ein 22:22. Mit nun zwei Punkten rückt Kassel auf den fünften Platz vor. Tabellenführer ist Gießen.

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