Marathon-Höhenflüge am Flughafen Twente

Laura Hottenrott aus Kassel unterbietet ihre Marathon-Bestzeit um fünf Minuten

Starkes Trio: Rabea Schöneborn (von links), Laura Hottenrott und Katharina Steinruck.
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Die Marathonläuferinnen Rabea Schöneborn (von links), Laura Hottenrott und Katharina Steinruck.

„Es war immer mein Ziel, beim Marathon einmal unter 2:30 Stunden zu laufen“, freute sich Laura Hottenrott. Die für den PSV Grün-Weiß Kassel startende Läuferin war am Sonntag Teilnehmerin eines Eliterennen, das kurzfristig von Hamburg auf den Militärflughafen Twente im niederländischen Enschede verlegt worden war.

Um fast fünf Minuten verbesserte die 28-jährige Kasselerin ihre eigene persönliche Bestzeit von 2:33:01 auf 2:28:02 Stunden. Siegerin des Rennens wurde die für Eintracht Frankfurt startende Katharina Steinruck. Die 31-Jährige unterbot ihre Bestzeit um rund anderthalb Minuten und setzte sich mit 2:25:59 Stunden auf Platz sechs der deutschen Bestenliste. Den Höhenflug der deutschen Läuferinnen komplettierte Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin), die sich ebenfalls um gut eineinhalb Minuten auf 2:27:03 Stunden steigerte und hinter der Portugiesin Sara Moreira (2:26:42) Dritte wurde.

Wie Hottenrott gelang aber auch ihr nicht der Sprung in die Top Drei der deutschen Rangliste, in der die Plätze eins und drei von Melat Kejeta vom Laufteam Kassel (2:23:57) und Deborah Schöneborn (Berlin/2:26:55) gehalten werden. Kejeta, Steinruck und Deborah Schöneborn dürften damit aller Voraussicht nach das Olympia-Trio bilden, das Deutschland in Japan repräsentieren wird.

Dass ihre Nominierung für die Olympischen Spiele in diesem Jahr eher unwahrscheinlich ist, war für Laura Hottenrott allerdings erstmal Nebensache. „Es überwiegt die Freude über die Bestzeit. Das sind die Lorbeeren für die lange Arbeit“, sagte die PSV-Läuferin nach dem Lauf am Telefon. Sie müsse einfach akzeptieren, dass die deutschen Marathon-Frauen in diesem Jahr so stark seien. Dass drei Läuferinnen bei einem Eliterennen unter die ersten vier kommen, ist eine tolle Leistung“, freute sich Hottenrott, die bis Kilometer 32 zusammen mit Steinruck lief und erst dann wegen Schmerzen im Oberschenkel abreißen lassen musste.

„Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Wir wollten offensiv laufen, und das wurde belohnt“, freute sich nach dem Rennen auch Kuno Hottenrott, der genau wie die anderen Trainer keinen Zugang zur Rennstrecke hatte und den Lauf auf dem Handy mitverfolgen musste.

Wieder mal eine Klasse für sich war im Männerrennen Eliud Kipchoge: In 2:04:30 Stunden lief der Weltrekordler über die Marathondistanz die bisher schnellste Zeit des Jahres. „Mission erfüllt“, sagte der Kenianer nach dem Rennen. „Das war ein guter Fitness-Test für die Olympischen Spiele.“ (Martin Scholz)

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