Hessenliga: KSV Baunatal feiert durch das 2:1 über Ginsheim den dritten Sieg im dritten Spiel

Mario Wolf findet die Lücke

Unangenehm: Die Baunataler um Egli Milloshaj (links) mussten sich gegen Ginsheim mit Marvin Wagner strecken. Foto: Fischer

Baunatal. 81 Minuten lang suchten die Hessenliga-Fußballer des KSV Baunatal die Lücke in der Abwehr des VfB Ginsheim. Dann kam Kapitän Mario Wolf und brachte die VW-Städter nach einer Ecke mit seinem Kopfball zum 1:0 auf Kurs. Am Ende feierten die Baunataler einen 2:1 (0:0)-Erfolg und bleiben nach drei Siegen aus drei Spielen weiterhin an der Tabellenspitze.

„Es war heute schon ein Geduldsspiel“, sagte Wolf nach dem Sieg. „Das Tor war auch ein bisschen Glück, aber es hat den Knoten gelöst.“ Bei besagtem Tor zum 1:0 hatte Wolf nach dem Eckball von Manuel Pforr den Ball an den Innenpfosten geköpft. VfB-Keeper David Stägemann war zwar noch am Ball, konnte ihn aber nicht mehr abwehren.

Kein klassischer Aufsteiger

Für den KSV war dieser Treffer eine Erlösung, denn die Südhessen waren ein unangenehmer Gegner. „Ginsheim spielt nicht wie ein klassischer Aufsteiger. Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte KSV-Trainer Tobias Nebe. Das zeigte sich vor allem in der zerfahrenen ersten Halbzeit. Ginsheim verteidigte geschickt, presste früh und war in den Zweikämpfen aggressiv. Das machte es dem KSV schwer, ins Spiel zu finden.

Die fünf Minuten vor der Pause entschädigten die Zuschauer aber für die 40 Minuten zuvor. Erst knallte der Ball nach dem Freistoß von Malte Grashoff an den Pfosten (40.). Den Nachschuss von Pforr rettete VfB-Verteidiger Sebastian Platten kurz vor der Linie. Auf der anderen Seite mussten die Baunataler zwei Schüsse im Strafraum blocken (43., 44.), während dann nach einem Schuss von Nico Schrader erneut ein Ginsheimer den Ball auf der Linie abwehrte (45.).

Nach der Pause agierten die Baunataler zunächst zielstrebiger, aber Schrader (47., 49., 55.) fehlten dreimal ein paar Zentimer zur Führung. Die Ginsheimer wirkten mit zunehmender Spielzeit müder, zogen sich immer weiter zurück und setzten nur noch auf Konter. Die Baunataler behielten die Geduld, aber es war schwer, sich gegen dieses Abwehrbollwerk Chancen herauszuspielen. „Wenn es aus dem Spiel einmal nicht läuft, dann braucht es manchmal eine Standardsituation, um die Tür zu öffnen“, sagte KSV-Trainer Nebe. Der Türöffner war der schon beschriebene Kopfball von Wolf zum 1:0.

Die Führung brachte den Baunatalern Platz, da der VfB nun offensiver werden musste. Den Raum nutzte der Gastgeber für den schönsten Spielzug: Der agile Pforr passt auf den Flügel zu Changdae Han, der direkt von der Grundlinie aus flankt. In der Mitte nimmt Schrader den Ball direkt und es steht 2:0 (85.).

Wie wichtig das 2:0 war, zeigte sich in der Nachspielzeit. Francesco Teodonno traf mit einem direkten Freistoß zum 1:2. Da Schiedsrichter Thorsten Eick direkt danach abpfiff, war das am Ende egal.

Von Manuel Kopp

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