Heimische Verbandsliga-Fußballer diesmal  nicht vom Glück verfolgt

Mehr Feldverweise als Punkte

Hier am Boden, später mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen: Pavo Susilovic vom CSC 03 ist angeschlagen, sein Hombresser Gegenspieler Steffen Lüdicke kümmert sich um ihn. Links Maximilian Köps.
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Hier am Boden, später mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen: Pavo Susilovic vom CSC 03 ist angeschlagen, sein Hombresser Gegenspieler Steffen Lüdicke kümmert sich um ihn. Links Maximilian Köps.

Drei Punkte holte nur Vellmar am Wochenende in der Fußball-Verbandsliga. Weil Gegner Thalau nicht antrat, bekam der OSC die Zähler zugesprochen. Türkgücü und Sandershausen verloren, der CSC 03 holte ein Remis. In ihren Begegnungen handelte sich das Trio vier Platzverweise ein. Je zweimal zückten die Schiedsrichter Rot und Gelb-Rot.

CSC 03 Kassel

Lothar Alexi ist seit mehr als 30 Jahren als Trainer tätig. So etwas wie beim Spiel seiner 03er bei Hombressen/Udenhausen hatte er noch nicht erlebt. Womit er nicht nur auf die Feldverweise gegen sein Team abzielt. „Der Schiri war mit der Leitung sowie der Einschätzung des Geschehens überfordert. Seine Entscheidungen waren nicht nachvollziehbar, meist lag er daneben“, befindet Alexi. Obwohl das Spiel engagiert und bisweilen hitzig geführt wurde, sei es nicht unfair gewesen. „Pavo Susilovic sah die erste Gelbe, als er sich darüber beschwerte, zum x-ten Mal am Trikot gezogen worden zu sein. Die zweite bekam er, als er bei einem Einwurf von uns den Ball von einem Hombresser Betreuer forderte“, sagt Alexi. Auch Rot gegen Leonard Schilling hält der Trainer für unberechtigt: „Nach einem Pressschlag wollte er den Ball vom Gegenspieler holen. Sein Nachsetzen wertete der Schiri als grobes Foul. Gelb hätte man geben können.“ Kuriose Entscheidungen gab es nach Alexis Ansicht noch viel mehr. Wie beim Strafstoß, den die Gastgeber zum 2:2-Endstand nutzten: „Davor ist Roy Keßebohm nur nebenher gelaufen. Der Schütze, den er gefoult haben soll, hat in die Erde getreten.“

TSG Sandershausen

Seit 2018 spielt Bruno Luis für die TSG. Vom Platz gestellt wurde er seither nie. In Ehrenberg änderte sich dies. Es lief die Nachspielzeit, kurz zuvor hatten die Gastgeber das 2:0 erzielt. Die Partie wurde nun hitziger, zwei Sandershäuser wurden wegen Reklamierens verwarnt. Als schließlich ein Foul an Luis nicht geahndet wurde, beging dieser selbst ein Foul. „Er ist für so etwas nicht bekannt. Aber da hat er sich wohl etwas gehen lassen. Es war ein Frustfoul, auch wenn er den Gegner nicht getroffen hat. Aber schon der Versuch ist ja strafbar“, sagt Trainer Dennis Schanze und ergänzt: „Rot ist vertretbar. Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte Gelb auch gereicht.“

SV Türkgücü

„Der Junge ist erst 21 und wollte sich nach seiner Einwechslung beweisen“, kommentierte Türkgücü-Trainer Ralf Rößler Gelb-Rot gegen Berkay Aslan. Dieser war erst kurz dabei, als er an der Seitenlinie unnötig foulte. „Für mich war das genauso wenig gelbwürdig wie das zweite, ganz ähnliche Foul“, sagt Rößler. Spielentscheidend war der Feldverweis bei der 2:5-Niederlage jedoch nicht. (Von Wolfgang Bauscher)

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