Die SG Fuldatal steigt nach souveräner Meisterschaft in der Kreisliga B (Gruppe 2) in die Kreisliga A auf

Meister ohne Fehl und Tadel

Meisterfoto: Die SG Fuldatal als Sieger der Kreisliga B mit (stehend von links) Torben Jakob, Thomas Janas, Tobias Wurmstein, Timo Boakye, Andreas Behr, Mike Stolze, Steffen Graser, Kim Heckmann, Trainer David Moldenhauer, Benjamin Huber, Pascal Vollmer, Benjamin Fey, Philipp Hauck, Timo Priester, Niklas Fessler, Detlef Vollmer und Stefan Kowalski sowie (vorn) Jessica Prior, Trainer Michael Moldenhauer und Lena Schulze mit Maskottchen Joy. Fotos: privat/nh

Fuldatal. Nach langer Durststrecke können sie im Fuldatal endlich wieder einen Erfolg feiern. Genau fünf Jahre nachdem es in Wahnhausen und Wilhelmshausen so schien, als ginge im Fußball überhaupt nichts mehr, gelang es der Mannschaft der SG Fuldatal, mit einem blutjungen Trainerteam vorzeitig die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga B (Gruppe 2) und den damit verbundenen Aufstieg perfekt zu machen.

DER NIEDERGANG

Bis ins Jahr 2011 hatten sie in den Fuldataler Gemeinden Ihringshausen, Rothwesten, Simmershausen, Wahnhausen und Wilhelmshausen ihren eigenen Fußballklub im Punktspielbetrieb. In der Saison 2010/11 spielte der FC Wahnhausen in der Kreisliga A und stieg ab, der TSV Wilhelmshausen wurde Meister der Kreisliga B und stieg auf. Nur eine Saison später: Wahnhausen belegte in der B-Liga den neunten Rang, Wilhelmshausen gingen nach dem Aufstieg die Spieler aus, und der Verein zog seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück.

DER NEUANFANG

So konnte es nicht weitergehen, die Verantwortlichen in Wilhelmshausen und Wahnhausen rauften sich zusammen und gründeten die Spielgemeinschaft Fuldatal, die dann in der Saison 2012/13 in der Kreisliga B an den Start ging. Die Spiele fanden im Wechsel in den beiden Fuldataler Ortsteilen statt. Die erste Saison verlief gar nicht so schlecht, am Ende belegte die SG den vierten Platz. Die Saison 13/14 wurde ebenfalls mit Rang vier abgeschlossen. 14/15 stagnierte es dann und das Team um den damaligen Coach Stefan Kowalski kam nicht über den siebten Rang hinaus. In der letzten Saison wurde Rang fünf belegt. Die Mannschaft wurde inzwischen verjüngt, vor allem aber kamen mit den Zwillingsbrüdern David und Michael Moldenhauer sowie Steffen Graser Spieler dazu, die in Rothwesten fußballerisch weiter entwickelt wurden.

DER SAISONVERLAUF

Nachdem sich die Verantwortlichen zusammengesetzt hatten und die neue Saison planten, wurde entschieden, dass mit der neuen Saison die damals noch 23 Jahre alten Moldenhauer-Zwillinge gemeinsam das Traineramt der verjüngten Mannschaft übernehmen. Von Saisonbeginn an marschierte das Team vorweg. Nach Platz zwei am ersten und zweiten Spieltag wurde nach einem 1:0-Sieg gegen VfL Kassel II am dritten Spieltag erstmals die Tabellenspitze übernommen und bis heute nicht mehr abgegeben.

Ein besonderes Erlebnis war der 10:0-Sieg gegen Nords-hausen III, als sich Tim Boakye und David Moldenhauer gleich dreimal in die Torjägerliste eintrugen. Dieses Kunststück gelang im übrigen Boakye auch beim 7:1 über Olympia III, Christoph Schübel gelang in der Partie sogar ein Hattrick in nur 15 Minuten. Tobias Wurmstein setzte dann Anfang März noch einen drauf, als er beim 11:1-Kantersieg in Nordhausen sogar viermal ins Schwarze traf. Torschützenkönig wurde im übrigen David Moldenhauer mit 20 Treffern.

Am vergangenen Sonntag war es dann soweit, die SG siegte beim TSV Oberzwehren II 3:0 (0:0) und stand damit bereits vier Spieltage vor Saisonende als Meister und Aufsteiger in die Kreisliga A fest. DIE MACHER

Verantwortlich für Kaderplanung und Spielbetrieb sind der sportliche Leiter Detlef Vollmer und Teammanager Andreas Burckhardt gemeinsam mit dem jungen Trainerteam. Michael Moldenhauer, glücklich über den Erfolg, lobt vor allem den Zusammenhalt in Team und Klub: „Wir haben mit der Meisterschaft zu diesem frühen Zeitpunkt nicht gerechnet, wenngleich der Aufstieg schon unser Ziel war.“ Und weiter: „Jetzt wollen wir auch verlustpunktfrei die Runde überstehen.“ Morgen, 15 Uhr, geht’s gegen den SSV 51.

Von Horst Schmidt

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