Jubilar des Tages

Urgestein Franz Hirt vom FCK: Mister Fechten wird 80

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Wie die Zeit vergeht: 1953 (großes Bild) geht Franz Hirt glatt als James Dean durch. Damals focht er für die ACT. Das kleine Foto entstand im vergangenen Februar.

Kassel. Wer den Namen Franz Hirt hört, denkt unweigerlich an Degen, Säbel und Florett. Für Typen wie ihn gibt es die Bezeichnung Urgestein. Dieser Mister Fechten feiert am Donnerstag seinen 80. Geburtstag.

Es ist noch gar nicht so lang her, da sagte Franz Hirt diesen Satz: „Ich werde so lange fechten, bis ich auf der Planche umfalle.“ Der Sport ist seine Leidenschaft.

Der gebürtige Unterfranke bezeichnet Kassel längst als seine Heimat – zumindest in sportlicher Hinsicht. Bei der ACT fängt alles an in den 1950er-Jahren, in der Fechtabteilung des KSV Hessen geht es weiter, und schließlich gehört Franz Hirt im Oktober 1993 zu den Gründungsmitgliedern des Fechtclubs Kassel (FCK). Für seine besonderen Verdienste um den Sport erhält er 2007 die Goldene Sportplakette der Stadt Kassel.

Von Weggefährten wird er als ungemein engagiert beschrieben – immer im Einsatz fürs Fechten und für den Verein: als Schriftführer, Kassenwart, Vizepräsident und Seniorenbeauftragter. Außerdem ist er für den Landes- und Bundesverband tätig, unter anderem als Pressewart und Seniorensprecher. Darüber hinaus hat Hirt großen Anteil daran, dass sich der FCK den Traum einer eigenen Halle erfüllt. Eine stillgelegte Kegelbahn in der Königstorhalle wird umgebaut und 2009 feierlich eingeweiht.

Franz Hirt heute

Kurzum: In Sachen Fechten gibt es nichts, was der Mann, der bei VW sein Geld verdiente, nicht angepackt hat. Vor allem werden seine Fähigkeiten als Trainer und sein Umgang mit Kindern und Jugendlichen gelobt. Zu jüngeren Fechtern hat Hirt einen Draht, und er hat ein Händchen und eine Engelsgeduld. Die ist nötig, um den Nachwuchs für seine Leidenschaft zu begeistern. Dafür zieht er auch in Kasseler Schulen und leitet AGs.

Große sportliche Erfolge feiert Franz Hirt vor allem ab dem Zeitpunkt, als er im Seniorenbereich antritt: Welt- und Europameister, Deutscher Meister, vordere Plätze bei nationalen und internationalen Turnieren. Ihm ist es zu verdanken, dass in Kassel große Turniere mit internationalen Startern stattfinden.

Es gibt das positiv gemeinte Adjektiv verrückt – es steht für Hirts Liebe zum Fechtsport. Bis heute tritt er als Motivator auf. Stets gewissenhaft, verbindlich korrekt. Mit seiner Frau lebt er an der Tischbeinstraße, Kinder hat das Paar nicht. Wie und wo Franz Hirt seinen Ehrentag begeht, ist nicht bekannt. Womöglich sogar auf der Planche. Ausgeschlossen ist das bei Mister Fechten sicher nicht.

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