Torhüter Tobias Orth wechselt von der Reserve des KSV Hessen nach Vellmar

Mit 35 Jahren zurück zum Ex-Klub

Er gibt die Richtung vor: Tobias Orth, hier noch im Trikot des FSC Lohfelden, wechselt von der Reserve des KSV Hessen zu seinem ehemaligen Verein OSC Vellmar.
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Er gibt die Richtung vor: Tobias Orth, hier noch im Trikot des FSC Lohfelden, wechselt von der Reserve des KSV Hessen zu seinem ehemaligen Verein OSC Vellmar.

Kassel – Es schien gelegentlich, als neige sich die Fußball-Karriere von Tobias Orth dem Ende entgegen. Doch nun nimmt sie womöglich wieder Fahrt auf. Der 35-Jährige kehrt von der U 23 des KSV Hessen Kassel zu seinem Ex-Klub OSC Vellmar zurück.

Dort hatte Orth von 2009 bis 2016 sieben erfolgreiche und, wie er sagt, tolle Jahre erlebt. Die Zeit danach verlief sportlich nicht immer befriedigend. Nach einer Saison bei der TSG Sandershausen zog es ihn zum FSC Lohfelden und somit zurück in die Hessenliga. „Das war eine schöne Zeit und sie hat viel Spaß gemacht. Es hieß ja immer, der FSC sei keine Mannschaft. Aber es war eine. Schade, dass plötzlich alles endete“, blickt er zurück und bedauert den 2019 erfolgten Rückzug in die Kreisliga A.

Über ein neuerliches Engagement in Sandershausen kam der Torhüter in diesem Sommer zum KSV Hessen II, wo er sich durchaus wohlfühlte. Trotzdem geht er nun. „Ich habe den Schritt nach Vellmar nur aus sportlichen Gründen gemacht, nicht aus persönlichen oder zwischenmenschlichen“, betont Orth.

Dass er bei den Junglöwen nicht zum Einsatz gekommen war, kann er nachvollziehen. „Da gibt es eine Reihe von jungen Torhütern, die richtig was können. Es ist also verständlich, dass sie spielen und nicht ich als 35-Jähriger“, sagt Orth. Auflaufen möchte er freilich selbst auch. „Ich fühle mich fit und will nicht nur trainieren, sondern spielen und im Wettkampf stehen. Zumal das immer noch großen Spaß macht“, sagt er.

Trotzdem fiel ihm die Entscheidung zum Wechsel nicht leicht. „Ich musste schon länger überlegen. Und zu einem anderen Klub als dem OSC wäre ich nicht mehr gegangen.“

Wie aber kam es zur Anfrage des OSC? „Nach der Knieverletzung von Tobias Schlöffel haben sich die Verantwortlichen umgeguckt und gesehen, dass die Liste der Torhüter beim KSV lang ist“, erklärt Orth. Ob er in Vellmar zur Nummer eins wird oder Schlöffels bisheriger Vertreter Sebastian Nödel, weiß Orth nicht. Auch Einsätze in der zweiten Mannschaft kann er sich vorstellen, wie er sagt: „Ich denke da über die jetzige Saison hinaus.“

Zunächst aber freut sich Orth auf das altbekannte Umfeld im Stadion am Schwimmbad. „Da hat sich ja nichts geändert, und die Kontakte sind nie abgerissen. Und von den damaligen Jungs sind ja einige noch oder wieder da wie Enes Glogic, Maik Siebert, Oliver Scherer, Sebastian Wagener, Dennis Schanze und Christopher Löbel.“ Abgesehen von der Vorfreude, wieder mit den alten Mitspielern auf dem Platz zu stehen, hat er sich auch sportlich einiges vorgenommen. „Ich will aktiv mithelfen, dass der OSC eine vernünftige Saison spielt und möglichst weit nach oben kommt. Er gehört unter die Top fünf.“

Spaß am Spiel und Ehrgeiz zeichnen Orth, der vor 15 Jahren beim TSG Wattenbach in der Hessenliga auflief, also noch immer aus. Gibt es trotzdem noch eine unbekannte Seite an ihm? „Nein, nach so langer Zeit nicht.

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