Fußball: Jugendtorhüter Jonas Labonte wechselt vom KSV Hessen ans Millerntor

Von Morschen nach Hamburg: Jonas Labonte wechselt zum FC St. Pauli

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Volle Konzentration: Jonas Labonte steht jetzt im Tor des FC St. Pauli, wie hier bei einem Turnier in Immenhausen.

Kassel. Wenn das keine glückliche Fügung war. Jonas Labonte, der bisheriga U-15-Torhüter des KSV Hessen Kassel, wechselt zum FC St. Pauli. Und erfüllt sich damit einen Traum. 

Ausgerechnet St. Pauli. „Als Zehnjähriger war ich zu einem Spiel am Millerntor. Seitdem bin ich Fan und habe ich immer mal ein Pauli-Trikot gekauft“, sagt Jonas Labonte. Und als Anfang Juli das Angebot des Kiezklubs beim bisherigen U-15-Fußballtorhüter des KSV Hessen einging, musste er nicht lange überlegen und sagte direkt zu.

Vorherige Gespräche des Talents mit dem 1. FC Köln und RW Erfurt hatten sich zerschlagen. Nach Hamburg geht Labonte nicht nur deshalb ausgesprochen gern, weil er Fan des Vereins ist. „Ich wollte zu einem Klub, mit dessen Jugend ich in der Bundesliga spielen kann. Und es sollte sehr gutes Torwarttraining geben, weil ich das beim KSV mit Michael Gibhardt und Christoph Wiegand auch hatte“, berichtet er. Am Millerntor sei beides gegeben. Auf Torwarttrainer Matthäus Witt setzt Labonte große Stücke, mit der U 17 möchte er in der Bundesliga Nord/Nordost angreifen.

Labonte, der seit seinen fußballerischen Anfängen als Vier- oder Fünfjähriger – genau weiß er das nicht mehr – im Tor stand, freut sich gewaltig auf die Veränderung. „Es kommt vieles zusammen. Man macht ganz neue Erfahrungen, kommt von zuhause raus, spielt auf höherem Niveau und in einer anderen Liga“, sagt er. Angst vor dem Konkurrenzkampf um den Platz zwischen den Pfosten hat er nicht: „Das bin ich ja gewohnt. Alles ist offen.“

Ebenso wenig schreckt ihn der Wechsel vom beschaulichen Morschen in die Millionenstadt. „Rund ums Millerntor kenne ich mich schon ein bisschen aus, der Rest ist noch fremd. Aber das wird schon. Einen Stadtplan habe ich besorgt“, sagt Labonte und ergänzt: „Von meinem Vater habe ich auch einen Plan für die U-Bahn bekommen. Das war ihm wichtig.“ Ob er ihn nutzt? „Ja schon, aber ich gucke auch aufs Handy.“

Wohnen kann der 15-Jährige zunächst bei Bekannten, was ihm die Umstellung erleichtert. Später zieht er zu einer der Gastfamilien des Vereins oder ins Internat. Kontakt zu ehemaligen KSVern wie Henrik Giese, der im Sommer zum HSV II wechselte, und Ogechika Heil, der seit einem Jahr in der Jugend des HSV spielt, hat Labonte seit seiner Ankunft am 28. Juli nicht aufgenommen. „Man wird sich irgendwann über den Weg laufen“, sagt er. Und die seltenen Anflüge leichten Heimwehs würde auch der Erfahrungsaustausch mit ihnen kaum lindern. „Außerdem lebt man sich schnell ein“, ist er sicher.

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