JUGENDFUSSBALL So lief das erste Wochenende bei den heimischen Klubs

Nach Auftakt mit Armbruch in die Klinik

Besuch im Klinikum: Trainer Marc Segner schaut, wie es seinem Schützling nach der Operation ergangen ist. Wenn alles optimal läuft, darf Niklas Heiderich heute schon das Krankenhaus verlassen.
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Besuch im Klinikum: Trainer Marc Segner schaut, wie es seinem Schützling nach der Operation ergangen ist. Wenn alles optimal läuft, darf Niklas Heiderich heute schon das Krankenhaus verlassen.

Auch die Jugendfußballer haben ihren Saisonstart hinter sich. Wir blicken darauf, wie es gelaufen ist. Für einen Spieler endete der Auftakt im Krankenhaus, andere trugen sich gleich mehrfach in die Torschützenliste ein.

Auftakt in der Jugend-Hessenliga, erstes Heimspiel nach der Coronapause, gleich in der Startelf: Bei Niklas Heiderich war die Vorfreude auf den Saisonstart bei den B-Junioren groß. Doch der Samstag endete anders als erhofft. Zwar gewann der KSV nach Toren von Titus Trittel (4.) und Marlin Porada (17., Foulelfmeter) mit 2:1 (2:0) gegen Marburg, doch der Rechtsverteidiger konnte den Sieg nicht mehr wirklich genießen.

Was war passiert? „Ich bin ordentlich ins Spiel gekommen, hatte zwei, drei gute Aktionen. Doch dann bekam ich einen Stoß und fiel unglücklich. Erst habe ich gar nicht gemerkt, was passiert war. Ich bin aufgestanden und wollte weiterspielen“, erinnert sich der Großenritter. Doch dann der Schock: „Mein Arm hing irgendwie schief herunter. Claus Schäfer aus unserer Nachwuchsleitung stand hinter der Bande und meinte sofort, ich solle mich hinlegen. Das habe ich dann auch getan, gleichzeitig musste ich mit meinem gesunden Arm den anderen stützen“, erzählt der 16-Jährige. Sein Vater Stefan Morawek sagte: „In den entsetzten Gesichtern der Leute hat man schon gesehen, dass etwas heftigeres geschehen war. Gut, dass das Ganze in der Nähe der Aus-Linie passierte, so konnte er schnell das Feld verlassen.“

Bis der Krankenwagen kam, musste Heiderich aber noch länger am Rande des Platzes ausharren: „Es hat geregnet, und ich stand ziemlich unter Schock. Erst als ich dann mehrfach Schmerzmittel gespritzt bekommen habe, wurde es besser.“ Später im Klinikum gab es schließlich die Diagnose: Bruch der Elle und der Speiche. „Ich wurde um halb zehn operiert, um halb zwölf war ich dann wieder auf meinem Zimmer.“ Mehrere Metallplatten fixieren ab sofort die betroffene Hand, drei Wochen muss er auf gewohnte Bewegungen verzichten. „Erst nach sechs Wochen darf ich wieder mit Sport anfangen“, sagt Heiderich.

Gestern dann gab es Besuch von seinem Trainer. „Nach der Verletzung waren die Gedanken der Spieler natürlich bei ihm“, sagte U17-Coach Marc Segner. Seit vier Jahren spielt Niklas Heiderich beim Löwen-Nachwuchs, doch diesen Samstag wird er so schnell nicht vergessen. Neben ihm hat sich übrigens auch Torwart Paul Dölle an der Hand verletzt. Er musste in der 37. Minute ausgewechselt werden – mit einer Prellung.

Kassel: Dölle (37. Arslan) – Heiderich (13. Balta), Thölke (63. Mayer), Farcas, Michels – Porada, Schätzel – Yigitoglu, Karakoc (41. Cetinkaya), Felmeden – Trittel

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