Sieg im Nationenpreis

Vielseitigkeitsreiterin Josefa Sommer aus Aachen zurück in Immenhausen

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Glücklich wieder daheim: Josefa Sommer mit Hamilton auf Gut Waitzrodt.

Immenhausen. Josefa Sommer durfte am Wochenende in Aachen zum ersten Mal für die deutsche Vielseitigkeits-Mannschaft reiten - und gewann gleich. Einfach unbeschreiblich glücklich fühlt sich die Frau aus Immenhausen nun. 

Am Wochenende war sie in Aachen zum ersten Mal als Mitglied der deutschen Mannschaft neben Ingrid Klimke, Michael Jung und Sandra Auffahrt gestartet. Den Nationenpreis gewann das deutsche Quartett haushoch. Was für Sommer aber ganz besonders zählt ist, dass ihr Erfolgspferd Hamilton sie mit Platz 13 unter die Top 15 brachte. „Damit habe ich nie gerechnet“, strahlt die 34-jährige, die sich bei dem glanzvollen Debüt einen der sechs deutschen Einzel-Startplätze für die Europameisterschaft gesichert hat.

Am ersten Tag der zweitägigen Konkurrenz standen Dressur und Springen in der beeindruckenden Atmosphäre des 40.000 Zuschauer fassenden Reitstadions auf dem Programm. „Aber das muss man ausblenden und einfach nur genießen“, verriet die Reiterin. Ihr Hannes, wie sie Hamilton liebevoll nennt, fand die gigantische Umgebung offenbar gerade passend für sich. „Er ist noch nie eine so gute Dressur gelaufen wie dort“, freut sich Josefa Sommer nach Platz 19. Im Springen, das wegen der langen Wege im Springstadion schwierig und kräftezehrend war, kam das Paar hinter Ingrid Klimke sogar auf Platz zwei.

Schon am Samstag führten die Deutschen vor Australien, doch noch lag die Geländeprüfung vor ihnen. Als so genannter Pathfinder (Pfadfinder) starteten Josefa und Hamilton als erste des Teams und vierte des 40 Teilnehmer fassenden Feldes. Eine kniffelige Aufgabe, konnte sich die Amateurin doch vorher keine anderen Ritte anschauen oder Tipps von bereits gestarteten Reitern holen.

„Ich war mega aufgeregt auf dem Abreiteplatz, aber das braucht man auch vor dem Start“, sagt sie. Und auch Hannes, der eigenwillige Dunkelbraune, ist auf dem Abreiteplatz und in der Startbox alles andere als einfach. „Das ist wie bei Pfeil und einem Bogen, der extrem gespannt ist“, zieht Josefa einen Vergleich. Ist der Pfeil erst einmal losgelassen, sprich Hamilton gestartet, „macht es einfach nur noch Spass!“

35 Natursprünge auf einer Strecke von über drei Kilometern absolvierte der 15-jährige Wallach ohne Fehler. Nach den Starts von Sandra Auffahrt und Michael Jung war den Deutschen der Teamsieg schon nicht mehr zu nehmen. Er wurde vom Gesamtsieg Ingrid Klimkes noch gekrönt. Mit mehr als 40 Punkten Vorsprung sicherten sich die Deutschen den ersten Platz vor Australien.

Hamilton und seine Reiterin haben nun eine ruhige Woche daheim in Immenhausen vor sich, bevor es nächste Woche ins Training auf heimischem Terrain und in der zweiten Augustwoche ins Trainingslager für die Europameisterschaft nach Polen geht, die vom 17. bis 20. August in Strzegom stattfindet.

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