Ex-Melsunger Zufelde muss passen

MT erwartet am Samstag Gummersbach

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Bester Laune: Die Melsunger Spieler (von links) Philipp Müller, Momir Rnic, Johan Sjöstrand, René Villadsen und Jeffrey Boomhouwer sowie Nenad Vuckovic gehen Samstag ins nächste Heimspiel.

Kassel. Zwischen Freude und Frust liegen manchmal nur Stunden, ja teilweise sogar nur Minuten. Handballer Chris Zufelde freute sich am vergangenen Wochenende zunächst über den Sensationssieg der alten Kollegen aus Melsungen in Flensburg.

„Als Bundesliga-Profi weiß ich nur zu gut, was so ein toller Erfolg bedeutet“, sagt Linksaußen Zufelde.

Chris Zufelde

Tags darauf schickte ihn beim VfL Gummersbach Trainer Emir Kurtagic Mitte der zweiten Halbzeit für das Heimspiel gegen den HSV Hamburg auf das Feld – endlich Einsatzzeit für den Neuzugang, der bislang im Schatten von Torjäger Raul Santos stand. Und dann das: Bei seiner ersten richtigen Aktion stieg er Hamburgs Lindberg auf den Fuß. Bänder gedehnt, wieder ausgewechselt, Spiel mit 21:30 verloren – ein bitterer Tag für „Zufi“. Noch dazu, weil er beim Gastspiel am Samstag ab 19 Uh in der Kasseler Rothenbach-Halle bei der verlustpunktfreien MT Melsungen nur zuschauen kann. Warum die MT dieser Partie dennoch besonders entgegenfiebert:

DER HÖHENFLUG 

Nach fünf Spielen ungeschlagen, Platz zwei in der Tabelle – und der Erfolgshunger ist noch nicht gestillt. „Wir wollen den Lauf fortsetzen“, erklärt Melsungens Trainer Michael Roth, „erst wenn wir Gummersbach schlagen, zählen die Punkte gegen Flensburg doppelt.“

DER TRAINERFUCHS 

Auf der Heimfahrt aus Norddeutschland ließ er seine Spieler einfach mal machen. „Wenn sie an so einem Abend keine Party machen, brauchen sie niemals mehr zusammen feiern“, betont Roth. Am Montag war dann das einzige, was seinen Schützlingen wohl Spaß machte, sein Pfiff fürs Trainingsende. Er setzte gleich mal zwei Übungseinheiten an, damit diese sich gar nicht so lange mit Flensburg, Tabelle und so weiter aufhalten konnten.

DIE HEIMATMOSPHÄRE 

Wird die Halle voll sein? Wie wird der Empfang für den Flensburg-Bezwinger aussehen? Antworten darauf haben Kapitän Michael Müller und seine Kollegen noch nicht. „Doch“, verspricht Roth, „wir werden volle Pulle gehen und unsere gute Stimmung vom Feld auf die Ränge übertragen.“ Allerdings entscheidet sich erst am Samstag, ob die angeschlagenen Michael Allendorf und Nenad Vuckovic dabei sind.

DER UNBEQUEME GAST 

In den beiden vergangenen Spielzeiten ging die MT auf eigenem Parkett jeweils gegen Gummersbach als Verlierer vom Feld. Vor allem das 26:27 vor fast genau einem Jahr bleibt in Erinnerung, weil es den Nordhessen nach zuvor zwei Siegen den Auftakt vermieste. Zwar sagt Emir Kurtagic, dass es zurzeit nicht nach einer Wiederholung aussehe und sich „sein Team in erster Linie für die schmerzhafte Niederlage gegen den HSV rehabilitieren“ müsse. Wer aber den VfL-Trainer kennt, der weiß, dass dieser sein Team voll auf Gewinnen einstellen wird.

DER RÜCKKEHRER 

Auch wenn Zufelde passen muss, die Reise nach Kassel macht er dennoch mit: Wiedersehen mit guten Freunden. „Das lasse ich mir nicht entgehen“, sagt der 27-Jährige. Über einen Erfolg der MT würde er sich diesmal nicht so freuen: „Wir müssen die Punkte holen, die wir gegen Hamburg nicht gewonnen haben.“

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