Kasseler Sportplätze: Cornelius-Gellert-Kampfbahn hat eine bewegte Geschichte

Nach Rückkehr geht’s rund

Zurück am Olebachweg: Die Mannschaft mit (hinten von links) Abteilungsleiter Willi Beyer, Harald Rieger, Rainer Jungk, Karl-Heinz Nordmeier, Frank Hänisch, Spielertrainer Ernst Krieger, Rainer Jack, Werner Petzsche, Wolfgang Tölle, (vorn von links) Roland Levien jun., Manfred Beyer, Helmut Billing, Jürgen Müller, Willi Petzsche ist das erste Team, das 1975 nach der Rückkehr des VfB Kassel wieder auf der Cornelius-Gellert-Kampfbahn spielt. Foto: privat

Kassel. Die Cornelius-Gellert-Kampfbahn am Olebachweg hat in seiner Geschichte schon viel mitgemacht. Nach der Einweihung 1957 war sie die Heimstätte des TSV Bettenhausen, der 1970 in den VfB Kassel überging. 2001 fusionierten der VfB Kassel und der FC Viktoria Bettenhausen, der zuvor auf dem Sportplatz Eichwald spielte, zum VfB Viktoria Bettenhausen. Der neue Verein hatte nun zwei Sportplätze, seit Sommer 2016 werden die Spiele des Klubs allerdings nur noch auf der Gellert-Kampfbahn ausgetragen.

• Das macht den Platz aus: Die Stadt Kassel übergab die Gellert-Kampfbahn am 31. August 1957 dem TSV Bettenhausen – mit Fußballplatz und Umkleidehaus. Da es neben dem Rasenplatz auch eine Leichtathletik-Anlage gab, bekam der Sportplatz den Namenszusatz Kampfbahn. Nach und nach entwickelte sich ein kleines Sportzentrum. Hinzu kam erst ein Ascheplatz – direkt neben dem Rasenplatz. Dieser Trainingsplatz hat eine Flutlichtanlage.

Mit den Jahren wurde es für den VfB Kassel zu eng, denn zu den Hochzeiten gab es drei Seniorenteams und zehn Jugendmannschaften. Da der Verein mehr Platz brauchte, bekam er einen B-Platz. Heute gehören dem Verein zudem drei Tennis-Plätze. Aufgrund des Zuwachses des Klubs wird auf dem städtischen Gelände 1992 ein weiteres Umkleidegebäude gebaut – nun gibt es vier Kabinen zum Umziehen. • Das bleibt in Erinnerung: Der älteste Verein im Kasseler Osten (Gründung 1888 als TG Bettenhausen, später TSV Bettenhausen 1888) wurde 1945 als TSV Bettenhausen neu gegründet. Die Fußballer spielten nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst auf einem holprigen Platz auf dem Gelände der Spinnfaser AG an der Lilienthalstraße, bis 1957 der Umzug auf die Gellert-Kampfbahn folgte.

Turbulente Zeiten erlebten die Fußballer in den 1970er Jahren im Kasseler Osten. Es gab dort viele Vereine und mancher Funktionär träumte vom Zusammenschluss dieser zu einem Großverein. Daher schlossen sich 1970 der TSV und die Sportfreunde 09 zum VfB Kassel zusammen. Fortan spielten nur noch die Jugendteams am Olebachweg, die Seniorenteams bestritten ihre Partien am Sportplatz an der Lindenbergstraße.

• Sie hinterließen Spuren: Eng mit dem Aufschwung des VfB Kassel ist Willi Beyer verbunden, der den Verein als Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied nach vorn brachte. „Die Gellert-Kampfbahn war sein Wohnzimmer und er war bis ins hohe Alter jeden Morgen um 8 Uhr dort, um nach dem Rechten zu sehen“, erinnert sich sein Sohn Manfred Beyer.

Von der Gellert-Kampfbahn schafften Helmut Zufall, Volker Jungk und Manfred Beyer den Sprung in die Hessenliga. Zufall spielte später für den KSV Hessen Kassel, Jungk für den CSC 03 und Beyer für den SV Hermannia Kassel.

• Das gibt es für die Besucher am Spieltag: Die Zuschauer erhalten bei den Heimspielen die für Sportplätze typische Bewirtung mit Getränken und Bratwurst.

Von Manuel Kopp

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