Bundesligist unterstützt Drittligist in Person von Dimitri Ignatow

Nachbarschaftshilfe: MT Melsungen und Eintracht Baunatal intensivieren Kooperation

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Unterstützung: Eintracht Baunatal und die MT Melsungen – hier befinden sich Marvin Gabriel (links, GSV) und Michael Müller in einem Testspiel im Zweikampf – arbeiten in der Talentförderung zusammen.

Baunatal. Vor einem Jahr entschlossen sich die MT Melsungen und der GSV Eintracht Baunatal zu einer Kooperation – mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit. Aktuell fällt die Zusammenarbeit der beiden Vereine besonders auf. Schließlich unterstützt der Handball-Bundesligist den vom Verletzungspech geplagten Drittligisten für zwei Spiele in Person von Dimitri Ignatow. Das gab es vorher noch nicht, damit intensivieren die Klubs ihre Kooperation.

„Eintracht Baunatal hat derzeit verletzungsbedingt keinen Spieler für die Rechtsaußenposition. Deshalb ermöglichen wir Dimitri Ignatow, für zwei Spiele bis zum Jahresende beim Kooperationspartner auszuhelfen“, erklärt MT-Manager Axel Geerken. Durch die Verletzung von Sven Vogel hat die Eintracht auf dieser Position einen kurzfristigen Engpass. Nach einem Nasenbeinbruch fällt der Baunataler Rechtsaußen bis zur Weihnachtspause aus. Ignatow spielte schon beim 31:29-Sieg in Leutershausen für Baunatal und hilft auch am Samstag im Heimspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II beim Nachbarn aus.

„Das ist jedoch für unseren Spiel- und Trainingsbetrieb mit keinerlei Einschränkungen verbunden“, sagt Geerken. Der 20-Jährige trainiert weiter bei der MT und ist bei den Partien des Bundesligisten dabei.

„Es ist eine sehr gute Zusammenarbeit. Eine Kooperation ist ja auch immer ein Geben und Nehmen“, sagt GSV-Abteilungsleiter Claus Umbach. So profitierten auch die MT und Ignatow davon, da er bei der Eintracht Spielpraxis sammelt. „Der aktuelle Fall zeigt, welche Optionen man durch die Kooperation hat“, sagt Umbach.

Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liege aber weiter in der Jugendarbeit. „Es geht vor allem um die Talentweiterentwicklung. Wir wollen das Schritt für Schritt umsetzen.“ In regelmäßigen Treffen der Vereinsvertreter werde darüber beraten. Konkrete Planungen, die Kooperation in anderen Feldern auszubauen, gebe es aktuell nicht. So war auch das Zweitspielrecht für Ignatow eine kurzfristige Entscheidung, die auf das Baunataler Verletzungspech zurückzuführen ist. „Wir wollen erst einmal eine Sache richtig machen“, sagt Umbach.

Wie die Zusammenarbeit in der Jugendarbeit praktisch aussieht, zeigt das Fördertraining. Einmal in der Woche trainieren ausgewählte Nachwuchsspieler aus der B-, C- und teilweise D-Jugend der beiden Klubs zusammen. In der Kooperation geht es für beide Vereine darum, Talente auszubilden und in der Region zu halten. Umbach führt Jona Gruber als ein Beispiel dafür an. Der Youngster wechselte von der Eintracht zur MT, um dort in der A-Jugend-Bundesliga spielen zu können. Vor Kurzem gab er sogar sein Debüt in der Männer-Bundesliga.

Mit der „Ausleihe“ von Ignatow wird die Kooperation auf eine neue Ebene gehoben. Der 20-Jährige spielte übrigens in der Jugend auch schon einmal für die Eintracht.

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